BERLIN: MODERNER NEUBAU FÜR AXEL SPRINGER-CAMPUS

© Photograph by Laurian Ghinitoiu, Courtesy OMA

Axel Springer war einer der Pioniere, der den Wechsel von Print- zu digitalen Medien eingeleitet hat. Dieser Wandel spiegelt sich auch in dem Axel-Springer-Gebäude in Berlin-Mitte wider, das mit seinem Konzept digitale Nomaden anlocken soll. Das innovative Gebäude stammt aus der Feder des niederländischen Architekturbüros OMA. Die physische Zusammenarbeit im digitalen Zeitalter neu erfinden: Diese Ambition verfolgten OMA bei der Entwicklung ihrer Pläne für den neuen Campus.

© Photograph by Laurian Ghinitoiu, Courtesy OMA

Eine Reihe ineinander verschachtelte, terrassenförmige Stockwerke sind das Herzstück des Gebäudes. Man will hier einen Ort schaffen, an dem in zwangloser Atmosphäre Ideen gesponnen und weiterentwickelt werden können. Man hofft auf inspirierende, flüchtige Begegnungen, auf Innovationen und ein höheres Maß an Kommunikation zwischen Mitarbeitenden. Letztere bleibt in Zeiten der Digitalisierung der Medien immer mehr auf der Strecke: Arbeit an digitalen Formaten ist oft gekennzeichnet durch Einzelarbeit und langes Starren auf Bildschirme, der Austausch zwischen KollegInnen leidet darunter.

© Photograph by Laurian Ghinitoiu, Courtesy OMA

Raum für kollektives Arbeiten

Das Ziel der Architekten war es deshalb, diese Art des Arbeitens aufzubrechen und auf architektonische Weise dazu beizutragen, dass sich die Prozesse wieder hin zu einer stärker kollektiven Teamarbeit wenden, wie es in klassischen Print-Redaktionen meist der Fall war. Denn die Architekten sind überzeugt, dass kollektives Arbeiten für Innovationen unabdingbar ist – in dem neuen Campus wird deshalb durch dessen offenes Design das gemeinsame Arbeiten erleichtert. Jedes der terrassenförmigen Stockwerke enthält je einen überdachten Teil als traditionelle Arbeitsumgebung sowie einen offenen Bereich, an dem ein entspannter Austausch möglich ist. Ebenso wird ein gemeinsamer Raum durch die Verbindungen der Terrassen miteinander geschaffen.

© Photograph by Laurian Ghinitoiu, Courtesy OMA

Drei Etagen sind in dem Neubau für die Öffentlichkeit zugänglich: In der Lobby im Erdgeschoss findet sich Platz für Ausstellungsflächen, Studios sowie Veranstaltungen. Ebenso befinden sich dort unterschiedliche gastronomische Angebote. Auf der Besprechungsbrücke befindet sich eine Aussichtsplattform, die einen Blick auf das alltägliche Treiben in den unteren Etagen ermöglicht. Der krönende Abschluss des Gebäudes ist die Rooftop-Bar, die ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

 

© Photograph by Laurian Ghinitoiu, Courtesy OMA

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