ICG LEGT PRAXISLEITFADEN SOCIAL IMPACT INVESTING VOR

Bei der heutigen Pressekonferenz gab das Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft (ICG) einen Einblick in das stetig an Relevanz gewinnende Thema „Social Impact Investing“. Miriam Beul moderierte die Veranstaltung bei der Dr. Andreas M. Rickert, Susanne Eickermann-Riepe und Werner Knips auf die Kernthesen des ersten „Praxisleitfaden für Social Impact Investing“ eingingen.

© ICG

Social Impact Investing

Die Immobilienwirtschaft steht vor einem Paradigmenwechsel, der sie umfassender und nachhaltiger verändern wird als die Digitalisierung. Nach grünen, nachhaltigen und ESG-konformen Investments rollt auf die Branche nun eine weitere Innovation der Finanzwirtschaft zu, das sogenannte „Social Impact Investing“ (zu deutsch: Wirkungsorientiertes und sozial ausgerichtetes Investieren). Es handelt sich hierbei um eine neue, innovative Bewegung, die bei Anlageentscheidungen nicht nur die Rendite bewertet, sondern auch die Wirkung, die ein Investment auf die Menschen und die Umwelt ausübt. Neben die Kaufmannsrendite treten ökologische und soziale Rendite als gleichwichtige Zielgrößen.

Praxisleitfaden

Die Zahl der Impact Investoren, die auch ökologische und soziale Komponenten bei ihren immobilienbezogenen Kapitalallokationen berücksichtigen oder gar fordern, ist zwar weltweit noch vergleichsweise gering, aber ihre Zahl wächst stetig. Die auf Impact ausgerichtete Umlenkung der Kapitalströme wird auch Folgen für die globalen Immobilienmärkte haben. Auf diese Trendwende ist die hiesige Immobilienwirtschaft kaum vorbereitet. Dies sind die Kernthesen des ersten „Praxisleitfaden für Social Impact Investing“, den das Institut für Corporate Governance in der Immobilienwirtschaft (ICG) jetzt, in Kooperation mit Heidrick & Struggles und unterstützt durch das gemeinnützige Beratungs- und Analysehaus Phineo, vorgelegt hat.

„Für den Leitfaden haben wir internationale Studien gesichtet, erste Impact-Fonds bewertet und Experten befragt. Ergebnis: Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit müssen selbstverständliche Bestandteile aller immobilienwirtschaftlichen Geschäftsmodelle werden. Nicht nur die Rendite, auch Wirkung zählt. Insbesondere, wenn es darum geht, Stakeholder angemessen zu berücksichtigen, Städte und Kommunen als Partner einzubinden und die Klimaziele sowie die Nachhaltigkeitsagenda der Europäischen Union und des United Nations Global Compact Netzwerks zu unterstützen“, hebt ICG-Vorstandsvorsitzende Susanne Eickermann-Riepe hervor.

Dr. Andreas M. Rickert, Vorstandsvorsitzender der PHINEO gAG und Vorstand Bundesinitiative Impact Investing, und Mit-Autor des Leitfadens, sieht die Immobilienwirtschaft am Anfang einer Trendumkehr. „In den Kapitalmärkten haben wir in den vergangenen zehn Jahren einen rasanten Aufstieg von nachhaltiger und an ESG-Kriterien orientierter Finanzierung beobachten können. Zeitgleich ist auch die Praxis des Impact Investing mittlerweile der Nische entwachsen und hat begonnen, sich im Mainstream zu verbreiten. In Zukunft werden beide Strömungen zunehmend in dieselbe Richtung weisen und weiter zusammenwachsen. Der vorliegende Praxisleitfaden kann in diesem Sinne als ein grundlegender Baustein für die Transformation in der Immobilienwirtschaft verstanden werden.“

Auch Dr. Andreas Muschter, Vorstand bei der Zech Group und Arbeitskreisleiter für den Leitfaden beim ICG, begrüßt die Innovation, die aus der Finanzwelt heraus die Immobilienwirtschaft reformiert: „Social Impact Investing wird zum dringend und zwingend notwendigen Umdenken in der Immobilienwirtschaft beitragen und zeigen, wie viele Dimensionen der Mehrwert hat.“

Aus Sicht von Werner Knips, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des ICG, Senior Partner Heidrick & Struggles GmbH & Co. KG sowie Initiator und stellvertretender Leiter des ICG-Projektes „Social Impact Investing“, sollten rasch Taten folgen: „Der wirkliche Erfolg unserer Initiative und dieses Leitfadens, den wir mit der und für die Branche entwickelt haben, wird sich vor allem dann einstellen, wenn zeitnah erste Pilotprojekte entstehen. Sie müssen den Durchbruch für eine neue Form des Wirtschaftens, der Partizipation und des „Win-Wins“ für alle Stakeholder möglich machen.“ Das ICG, so Knips weiter, unterstütze bereits bei der Initiierung von Pilotprojekten und stehe als Ansprechpartner und unterstützende Plattform bereit.

Rundum gab die Pressekonferenz spannende Einblicke in Social Impact Investing und den neuen Praxisleitfaden der ICG.

Der Leitfaden steht ab dem 27.01.2020 hier https://icg-institut.de/social-impact-investment/leitfaden/ zum Download bereit.

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