Großes entsteht im Kleinen

Das zukünftige Industriegebiet GI Lisdorfer Berg bei Saarlouis umfasst eine bebaubare Fläche von rund 100 ha, die sich auf mehrere Plateaus verteilt. Es handelt sich damit um eine der größten Ansiedlungsflächen im Südwesten Deutschlands. Interessierte Unternehmer können sich auf der 9 m hohen Aussichtsplattform die riesigen Dimensionen des Areals anschauen: 1,2 Millionen Kubikmeter Erdmassen wurden hier für die Erschließung bereits bewegt, ein Kanal bis in 60 m Tiefe zur Saar angelegt und 16.500 m2 Straßen gebaut. In einem dritten Schritt folgten dann Straßen zwischen den riesigen Plateaus und die Versorgungsleitungen. Voraussichtlich Ende 2014 sind die Erschließungsarbeiten des ersten Bauabschnittes abgeschlossen.

Aufgrund der hervorragenden Verkehrsanbindung über die B 269 an die A 620 und die französische Autobahn A 4 ist die Masterplanfläche GI Lisdorfer Berg besonders für Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe und der Logistikbranche attraktiv. Bisher hat die landeseigene Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar (gwSaar) drei Kaufverträge mit Unternehmen aus den Branchen Textil, Verpackung sowie Rollladen- und Tortechnik abgeschlossen. Die ersten Unternehmen haben schon zu bauen begonnen. Weitere Anfragen zu Flächen kommen aus den Branchen Logistik und Automobilzulieferindustrie.

Das Gebiet grenzt an ein pulsierendes Industrieareal, das stark von der Autoindustrie geprägt ist. Ford in Saarlouis ist das Stammwerk für den Focus und den C-Max. Die Zulieferer im benachbarten FISP, Ford Industrial Supplier Park, mit insgesamt ca. 1.700 Beschäftigten versorgen den Autohersteller mit Autoteilen, „just in time“/„just in sequence“. Wenige Kilometer entfernt, in Überherrn, ist der Logistikkonzern Dachser ansässig. Das Unternehmen zählt zu den führenden Dienstleistern der Branche in Europa. Außerdem ist die Dillinger Hütte in unmittelbarer Nähe gelegen. Bedeutsam ist zudem die Wasserstraße Saar. Der Hafen Saarlouis/Dillingen verzeichnet mit rund 3,5 Millionen Tonnen pro Jahr den stärksten Schiffsumschlag eines deutschen Binnenhafens abseits des Rheins. Und auch die Lebensmittelindustrie ist präsent. Ludwig Schokolade vertreibt seine Produkte von Saarlouis aus europaweit. Im benachbarten Überherrn produziert Nordgetreide hochwertige Frühstückskost und erstklassige Mühlenprodukte.

Starkes wirtschaftliches Umfeld
Auch die 41 ha umfassende und damit zweitgrößte Industriefläche GI Am Zunderbaum, Homburg/Kirkel, grenzt an ein vitales industrielles Umfeld. Die Masterplanfläche liegt im Osten des Saarlandes in der Nähe der Universitätsstadt Homburg. Der Technologiekonzern Bosch stellt dort Dieseleinspritz-Systeme für Pkw und Nutzfahrzeuge her. Außerdem produziert der französische Reifenhersteller Michelin in Homburg und dockt an die internationale Wirtschaft an. Die Karlsberg-Brauerei, ein saarländisches Familienunternehmen, ist inzwischen in rund 60 Ländern vertreten. Auch Dr. Theiss Naturwaren, ein ebenfalls weltweit agierendes Unternehmen, hat seinen Sitz in Homburg.

Beste Lage und Verkehrsanbindung
Die beiden Industrieflächen GI Lisdorfer Berg, Saarlouis, und GI Am Zunderbaum, Homburg/Kirkel, sind direkt über Autobahnen ohne Ortsdurchfahrt erreichbar. Dies gilt auch für das 15 ha große Industriegebiet GI Am Schaumberg, Tholey/Theley, das unmittelbar an der A 1 liegt. In der Nähe ist der Familienbetrieb Meiser ansässig, der unter anderem Gitterroste und Gerüstsysteme herstellt und mit zahlreichen Niederlassungen weltweit vertreten ist. Das GI Holz, bei Losheim im nördlichen Saarland, punktet ebenfalls mit guter Lage und „erfolgreicher Nachbarschaft“. So ist das 27 ha umfassende Gewerbegebiet leicht über die A 620 und die A 1 erreichbar. Im Umfeld macht vor allem die holzverarbeitende Industrie von sich reden, wie der Holzfaserplatten-Hersteller Homanit mit Sitz in Losheim. Im Industriegebiet hat sich letzten Herbst eine Zweigstelle der LVG-Wittlich GmbH & Co KG, Exklusivhändler für den weltweit führenden Landmaschinenhersteller John Deere, angesiedelt.

Fazit: Alle vier Industrieflächen im Saarland orientieren sich hinsichtlich Lage und Verkehrsanbindung am Bedarf international agierender Unternehmen und bieten erstklassige Bedingungen für deren wirtschaftlichen Erfolg.

Kurze Wege
Im Saarland gibt es keine großen Entfernungen. Daher bezieht sich der Standortvorteil „Kurze Wege“ zunächst konkret auf geografische Distanzen. Aber das Bild von den kurzen Wegen drückt auch etwas ganz anderes aus. Im Saarland – das bestätigen auswärtige Investoren und Geschäftspartner immer wieder – ist man schnell beim richtigen Ansprechpartner. Es gehört zum Anspruch eines wirtschaftsfreundlichen Landes, die Genehmigungszeiten in der Verwaltung möglichst knapp zu halten. Im Saarland ist das eine Selbstverständlichkeit.

Der Masterplan Industrieflächen Saarland
Im Rahmen des Masterplan Industrieflächen Saarland entwickelt die gwSaar, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar, vier große zusammenhängende Industriegebiete mit einer Gesamtfläche von rund 200 ha. Der überwiegende Teil der Flächen ist bereits heute verfügbar und für Industrie- und Logistikunternehmen gleichermaßen interessant. Die Gesamtkosten der Projekte belaufen sich auf ca. 130 Millionen Euro. Das „Industriegebiet Holz“ in Niederlosheim und die Fläche GI Am Schaumberg sind bereits fertiggestellt. Ende 2014 wird die Erschließung der beiden Areale „Am Zunderbaum“ und des ersten Bauabschnittes „Lisdorfer Berg“ beendet sein. Für alle ausgewählten Flächen führt die gwSaar im Verbund mit der SHS Strukturholding Saar eigenwirtschaftlich die Gesamtplanung durch: Sie erwirbt die Grundstücke, strukturiert sie gemäß der Bodenordnung und erschließt und vermarktet sie anschließend. Alle Planungsschritte erfolgen nach festen Vorgaben und in Übereinstimmung mit den Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern.

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