Take off

Mexiko will mit einem neuen Hauptstadtflughafen in die Zukunft der zivilen Luftfahrt investieren. Flughafenchef Manuel Ángel Núñez bezeichnet das Projekt als eines der wichtigsten nationalen Infrastrukturprojekte der Gegenwart. Präsident Enrique Peña Nieto beschwört den neuen Airport sogar als „Symbol des modernen Mexikos“. Hintergrund: Der derzeitige Flughafen Benito Juárez stößt längst an seine Grenzen, da das Passagieraufkommen pro Jahr um acht bis zehn Prozent steigt. Zwar verfügt der Airport über zwei Start- und Landebahnen, allerdings liegen diese so dicht beieinander, dass die Pisten nicht gleichzeitig betrieben werden können. Als wichtige Urlaubsdestination Lateinamerikas ist Mexiko jedoch auf eine gute Anbindung angewiesen. Nun hofft das Land, durch den neuen Flughafen den Tourismus weiter anzukurbeln.

Der britische Architekt Norman Foster und sein mexikanischer Kollege Fernando Romero sollen das Vorhaben in die Tat umsetzen. Glas und Stahl dominieren ihren Entwurf. Mit den fließenden Formen wollen die Architekten ans Fliegen erinnern und bezeichnen ihren Entwurf selbst als „eine Skulptur, die fliegt“. Weder ein konventionelles Dach noch vertikale Wände und Säulen im herkömmlichen Sinne sind im Entwurf zu finden. Aufgrund des Designs wird das x-förmige Terminal weitgehend auf Klimaanlagen und Heizungen verzichten können. „Es soll der nachhaltigste Flughafen der Welt werden“, sagt Foster.

Mit einer Größe von über 500.000 m2 und einer Kapazität von 120 Millionen Fluggästen würde der neue Airport zu den größten weltweit zählen. Der Baustart ist für das kommende Jahr geplant. Danach soll der Bau nach und nach erweitert werden. Erst in 50 Jahren ist die endgültige Fertigstellung vorgesehen. Bis zu sechs Start- und Landebahnen sind geplant. Der Flughafen wird etwa sieben Milliarden Euro kosten und von der öffentlichen Handsowie privaten Investoren finanziert. Der Transportminister rechnet damit, dass die erste Ausbaustufe zwischen 2019 und 2020 in Betrieb genommen werden kann. Der alte Flughafen soll dann geschlossen und in ein Gewerbe- und Wohngebiet umgewandelt werden.

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