RENTABILITÄT DANK EFFIZIENTER FLÄCHEN

Vermietbare Fläche ist entscheidend für die Rendite Oft versuchen Investoren beim Wohnungsneubau, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Der wirtschaftlichste Bodenbelag wird ebenso heiß diskutiert wie der Einsatz neuer Heiztechniken. „Dabei steckt der wirklich langfristige Rentabilitätsfaktor in der Flächeneffizienz. Im Geschosswohnungsbau sind daher intelligente Erschließungskonzepte gefragt. Der Effekt ist eindeutig: So erzeugen 5 % mehr Wohnfläche je Quadratmeter Bruttogrundfläche eine Kostenreduzierung je Quadratmeter Wohnfläche um beinahe 10 %“, berechnet Oliver Beck, Geschäftsführer bei Drees & Sommer.

Das Budget des Mieters oder Käufers entscheidet in den meisten Fällen über die Auswahl der Wohnung. „Wichtig ist es, Flexibilität in den Grundrissen zu erzeugen und mehrere Varianten auf einer Fläche bieten zu können, auch bei Bestandsoptimierungen“, empfiehlt Beck. Durch Grundrissanpassungen lässt sich – bei gleicher Quadratmeterzahl – der Wohnwert steigern. Energetische Optimierungen sind bei Gebäuden, die in die Jahre gekommen sind, unabdingbar. Maßvolle Sanierungen mit moderaten Netto-Mietsteigerungen müssen jedoch nicht zwangsläufig zu drastisch steigenden Bruttomieten führen. Ein Musterbeispiel dafür ist das Märkische Viertel in Berlin, wo bis 2016 insgesamt 13.000 Wohnungen auf Vordermann gebracht werden – mit intensiver Beteiligung der Bewohner.

Dem demografischen Wandel Rechnung tragen Grundsätzlich erfordert auch der demografische Wandel neue Wohnkonzepte. Es geht dabei vor allem um generationsübergreifendes Wohnen, gepaart mit Dienstleistungen, nicht nur im hochpreisigen Segment. „Bei Neubauvorhaben ganzer Quartiere wird auch immer mehr der Mix aus gewerblichen Flächen, Serviceangeboten und Wohnflächen erfolgsentscheidend. Potenzielle Mieter achten auf wohnungsnahe Versorgung und soziale Aspekte“, so die Einschätzung von Oliver Beck. Ein Stadtquartier, das diese Anforderungen erfüllt, wird derzeit beispielsweise von der Möckernkiez eG in Berlin umgesetzt.

Auch und gerade im Wohnungsbau gilt : Blue Buildings gehört die Zukunft

Gesund
In 80 % der deutschen Altbauten finden sich gesundheitlich bedenkliche Baustoffe (Quelle: Berufsverband Deutscher Baubiologen VDB e.V.). Das Gebäude der Zukunft verzichtet auf solche Produkte. Idealerweise werden dort Materialien verbaut, die Schadstoffe absorbieren.

Flexibel nutzbar
Bauherren von Blue Buildings bedenken von vornherein künftige Anforderungen. Flexible Achsraster ermöglichen eine einfache Veränderung der Raumaufteilung. Trennelemente sind so gestaltet, dass sie sich leicht versetzen lassen. Diese Anfangsinvestitionen werden durch wirtschaftliche Vorteile im Immobilienlebenszyklus aufgewogen.

Smart vernetzt
Der Trend zur Vernetzung macht auch vor den Gebäuden nicht halt, die sich intern, aber auch nach außen mit anderen Immobilien und Infrastrukturen zusammenschließen. Dadurch lassen sich unter anderem Verbräuche gezielt optimieren und Kosten einsparen.

Wirtschaftlich
Mit Building Information Modeling (BIM) wird der Planungsprozess optimiert. Dabei wird das Gebäude komplett durchgeplant, bevor überhaupt mit dem Bauen begonnen wird. Zudem wird die Modularisierung von Bauelementen zu einer Beschleunigung und Qualitätsverbesserung des Bauprozesses führen. Darüber hinaus ermöglicht Lean Construction Management (LCM) aufeinander abgestimmte Prozesse und damit ein produktionsorientiertes Bauen mit planbarem Ergebnis.

Emissionsneutral
Angesichts des Klimawandels wird in allen Bereichen versucht, die CO2-Emissionen zu senken. Dem Gebäudesektor ist für rund 33 % des Ausstoßes verantwortlich. Ein emissionsneutraler Betrieb ist daher ein erklärtes Ziel.

Integriert
Das Gebäude der Zukunft funktioniert nach dem Cradle-to-Cradle- Prinzip. Demnach gibt es biologische und technische Kreisläufe. Nach der Nutzungsdauer gehen alle Stoffe in einen der beiden Kreisläufe über. Also produziert das Gebäude der Zukunft keinerlei Müll: Alle Stoffe werden weiterverarbeitet oder aufgenommen.

Energieautark
In Zukunft werden die Kosten für Strom und Energie weiter ansteigen. Um sich von dieser Entwicklung unabhängig zu machen, entwickeln Experten Gebäude, die sogar einen Energieüberschuss produzieren. In den kommenden Jahren werden solche Passiv- und Aktivhäuser zum Standard.

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