PARIS’ ERSTES WOHNHOCHHAUS SEIT 1970

„Home“ ist das erste Wohnhochaus in Paris seit 1970! In Zeiten, in denen in der französischen Hauptstadt vorrangig der Ansatz der vertikalen Stadtentwicklung verfolgt wird, führt dies natürlich zu Diskussionen. Dabei bewegt sich die Debatte rund um das Thema „Bauhöhe“ in Paris längst zwischen einer Vision der Vergangenheit und dem Wunsch nach Fortschritt, der es vorsieht alte Denkmuster zu überprüfen und die Stadt als Möglichkeit für neue Horizonte zu sehen.

Es geht gar nicht darum, die Vergangenheit und die bauliche Historie der Stadt zu ignorieren, sondern viel mehr darum, eine Verknüpfung zwischen Tradition und aktueller Wirklichkeit herzustellen. Paris bleibt ein Ort der Entdeckungen und verkörpert wichtige Werte der modernen Welt.

Mit „Home“ wird Paris neu erfunden.

Hamonic+Masson & Associés haben gemeinsam mit Comte Vollenweider das Wohnhochaus für die Stadt der Liebe entworfen. Das Gebäude offenbart ein einziges Abenteuer, etwas Unerwartetes – und kombiniert Überraschung mit Emotionalität mit dem Bestreben, die Potenziale eines außergewöhnlichen Ortes mitten in der Stadt aufzuzeigen. Das Projekt berücksichtigt die Besonderheiten der städtebaulichen Umgebung und versucht zwei Gebiete miteinander zu verbinden: Das Pariser Zentrum und „Grand Paris“. „Home“ ist aber auch ein Gebäude, das den Wandel anstößt – den Wandel von einer horizontalen Stadt mit strengen Höhenbeschränkungen hin zu einer vertikalen Stadt mit einer dynamischen und reichen Skyline. Die einmalige urbane Form und die architektonische Ausgestaltung von „Home“ stehen geradezu symbolisch für diesen Wandel.

Vor allen Dingen ist „Home“ aber ein Wohngebäude.

Wohnen macht 80% von Paris aus und ist damit wie Wasser für den menschlichen Körper. Aus diesem Grund sollte Wohnen außerordentlich gut gestaltet sein. Das Leben und der Reichtum einer Stadt sind ihre Bewohner. Viele Menschen streben ein suburbanes Leben und individuelles Wohnen an. Dafür gibt es viele Gründe, aber der Wichtigste ist wohl der, dass man fähig sein möchte die Identität seines eigenen Wohnumfeldes selbst zu gestalten. Weiterhin besteht der Wunsch danach, draußen zu essen, unmittelbaren Kontakt zu seinen Nachbarn zu haben, ohne dabei seinen eigenen Grund und Boden verlassen zu müssen. Die Erfüllung dieser Wünsche und Vorstellungen ans Wohnen müssen sich auch in Wohneinheiten innerhalb eines Mehrfamilienhauses wiederfinden können. Mit der Entwicklung von „Home“ sollte genau dies geschehen. Indem Wohnungen ganz variabler Typologien inmitten eines gemeinschaftlich nutzbaren Außenbereichs geschaffen wurden, wird sowohl der Wunsch nach Individualität als auch nach Eigentum erfüllt.

Zu guter Letzt ist „Home“ ein Aussichtsturm.

50 Meter – eine mittelmäßige Höhe, die einen pädagogischen Vorteil hat: In „HOME“ zu leben, ermöglicht Menschen den großen Reichtum des urbanen Gefüges, der Paris zu einer so fantastischen Stadt macht, zu verstehen und zu schätzen. Zwischen Pariser Zentrum und Grand Paris gelingt von „Home“ aus eine beeindruckender Blick über die Stadt, mit ihren historischen Monumenten, den unterschiedlichsten Typen von Wohnbebauung aus verschiedenen Ären und ihrem Schienennetz, das eine ganz eigene Landschaft formt.

alle Bilder © Takuji Shimmura

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