CONVERSION – MODERNE STADTENTWICKLUNG DURCH UMNUTZUNG

Die alte Hauptschule in der Regentenstraße 137d stellte im Jahr 2014 ihren Schulbetrieb ein. Ein klapp 8.500 m² großes Areal stand plötzlich leer. Nach einem erfolgreichen Ausschreibungsverfahren erhielt die Düsseldorfer Codic GmbH und Catella Project Management GmbH den zuschlag für die Umnutzung des Objekts. Ein state-of-the-art Wohnquartier entsteht.

„Ähnliche Grundstücke in Köln oder Düsseldorf findet man leider nur noch selten und liegen preislich auf einem ganz anderen Niveau. Hier in Mönchengladbach können wir Wohnraum schaffen, der gleichzeitig eine hohe Qualität aufweist und verhältnismäßig erschwinglich ist“, sagt Ron Haßler, Assistent der Geschäftsführung der Codic Development GmbH. Das Grundstück der ehemaligen Hauptschule habe für dieses Vorhaben die idealen Voraussetzungen geboten und sei deshalb so attraktiv für den Projektentwickler.

Zwei Jahre lang stand das Gebäude leer. Dass es großes Entwicklungspotenzial bietet, war auch den städtischen Entscheidern schnell bewusst. Denn es handelt sich um ein Objekt in absoluter Prestigelage: der Bereich der Regentenstraße, Gneisenaustraße und der Straße Am Landgericht liegt unweit des Hauptbahnhofs Mönchengladbach, nahe der Fußgängerzone Eickener Straße, des Bunten Gartens sowie des attraktiven Einkaufzentrums Minto. Schon deshalb eignete es sich ausgezeichnet für eine Umnutzung als Wohnsiedlung. Hinzu kam die enorme Fläche und der hohe Grünanteil. Anfang 2016 leitete Mönchengladbachs Bau- und Planungsdezernent Dr. Gregor Bonin deshalb in Zusammenarbeit mit der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach (EWMG) eine Ausschreibung in Form eines Bieterverfahrens in die Wege, bei dem sowohl eine qualifizierte Bebauung als auch ein Nutzungskonzept vorzulegen waren. Den Zuschlag für das Projekt erhielt am Ende die CODIC Development GmbH in direkter Zusammenarbeit mit Catella Project Management, beide aus Düsseldorf, und dem ausführenden Architekturbüro msm aus Köln. Für die Realisierung des Vorhabens ist ein Joint Venture zwischen der CODIC Development GmbH und Catella Project Management GmbH beabsichtigt.

„Qintum. Quintessenz des Wohnens“ soll das neue Wohnquartier nun heißen. „Quintum“ ist lateinisch und bedeutet so viel wie „zum fünften Mal“. Der Name bezieht sich damit auf die fünf Gebäude, die das neue Ensemble aus Wohnhäusern bilden. Derzeit befindet sich das Projekt in der finalen Planungsphase, die Vorbereitungen für den Bauablauf sind im Gange. Bis Ende 2019 sollen auf dem Gelände vier locker angeordnete dreigeschossige Gebäude sowie eine geschlossene Blockrandbebauung als Lückenschluss entlang der Gneisenaustraße entstehen. Im Blockinnenbereich sind entlang der südlichen bzw. westlichen Gebäudeseiten großzügige Terrassen sowie Gräserflächen geplant. „Im Inneren des Blocks haben wir als Leitmotiv Punkthäuser in einer Parklandschaft entworfen, die in einer optimalen Sichtbeziehung zueinander stehen“ heißt es im Erläuterungsbericht von msm. „Mit der aufgelockerten und offenen Struktur nutzen wir diesen wertvollen Freiraum als Ausgangssituation für eine hochwertige Parkanlage.“ Gerade diese großzügige Außenanlage im Inneren des Areals stellt eine besondere Qualität für das neue Wohnquartier dar. Das Quartier bleibt gänzlich autofrei und ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich. „Lebst Du schon oder wohnst Du noch?“ ist ein typischer Spruch der schwedischen Catella Gruppe in Bezug auf Projektentwicklungen. Es gilt keinen Wohn- sondern Lebensraum zu schaffen, wo Menschen sich wohl fühlen und entfalten können. Wohnen von der Stange war gestern – morgen wird der neue Lebensraum genossen!“, sagt Klaus Franken, Managing Partner der Catella Project Management GmbH.

Insgesamt bietet „Quintum“ auf 5.300 m² Fläche rund 60 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe von der Zwei-Zimmer-Wohnung mit 68 m² bis zur Vier-Zimmer-Einheit mit bis zu 115 m². Berücksichtigt wurden zudem Spielmöglichkeiten für Kinder sowie angrenzende, ruhige Aufenthaltsbereiche, die das neue Wohnquartier vor allem für Familien interessant machen.

„Mit dem Projekt realisieren wir hochwertigen Wohnungsbau und damit genau die Qualitäten, die wir im Rahmen der wachsenden Stadt anstreben“, so Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter für Planen, Wohnen und Bauen in Mönchengladbach. EWMG-Aufsichtsratsvorsitzender Horst-Peter Vennen fügt hinzu: „Wir wollen zügig viele weitere Altimmobilien, die außerhalb von Bebauungsplangebieten liegen, nach diesem Muster anpacken.“ „Quintum“ könnte also als Startsignal gelten, dafür, dass Mönchengladbachs Masterplan „mg+ Wachsende Stadt“ nun zügig und motiviert in die Tat umgesetzt wird.


Bilder © Codic

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