LILLE: JUSTIZ IN GLAS VERPACKT

In Lille wird bald ein spektakuläres neues Gerichtsgebäude entstehen: Das in Rotterdam ansässige Architekturbüro OMA hat ein spannendes Design im Auftrag des Justizministeriums entwickelt, dessen Gestaltung an eine sternförmige historische Festung im Westen der Stadt angelehnt ist. Man will dadurch eine breite Palette verschiedener Elemente aus Vergangenheit und Gegenwart der Stadt ansprechen.

OMA ist mit seiner Konzeption dabei als Gewinner aus vier Finalisten hervorgegangen: Die Entwürfe zeigen ein sechseckiges, spitzes Gebäude mit transparenten Glasfassaden, die alle in einer anderen Farbe konzipiert sind. Ein dreieckiger Turm wird sich von der Mitte des Gebäudes aus erstrecken und eine Reihe kleiner Gerichtssäle beherbergen. Umgeben wird es von einem Ring aus Büros, die über dem Sockel des Baus sitzen – hier sollen auch größere Gerichtssäle entstehen.

Im Inneren wird das Gebäude mit hellen Böden und Möbeln ausgestattet sein, um eine möglichst einladende Atmosphäre zu erschaffen. Lichtdurchflutet und geometrisch angeordnet, bietet der Entwurf eine Antwort auf wichtige Prinzipien der Modernisierung der Justiz des 21. Jahrhunderts.

Der „Palais de Justice“ soll im Jahr 2023 fertiggestellt werden und im Auftrag des Justizministeriums Gastgeber für die Ober- und Bezirksgerichte von Lille sein. Es wird das erste Projekt von OMA in der Stadt sein, das seit über 20 Jahren nach der Planung des Konferenz- und Ausstellungszentrums Congrexpo im Jahr 1994 stattfinden wird.

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Foto Credits @ OMA

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