DÄNEMARK: NEUER ENTWURF FÜR UNESCO-WATTENMEERZENTRUM

Das Wattenmeer ist seit 2009 in der UNESCO-Liste der Weltkulturerbe. Es ist das weltweit größte ungebrochene System von Gezeitensand und Watt  – und muss geschützt werden. Die dänische Architektin Dorte Mandrup hat sich dieser Aufgabe verschrieben und sich im Rahmen eines Wettbewerbs, bei dem ein neues Hauptquartier für das Wattenmeerzentrum entworfen werden sollte, gegen ihre Konkurrenten durchsetzen können. Es ist bereits ihr drittes Projekt, das in der UNESCO-Liste aufgeführt ist. Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb von dem Zentrum selbst, eine Organisation, die gemeinsam von Dänemark, Deutschland und den Niederlanden zum Schutz des Wattenmeers gegründet wurde.

Mandrups Entwurf umfasst ein Trilaterales Wattenmeer-Partnerschaftszentrum. Das Gebäude, das auf einem Motiv von im Wasser ruhenden Hafenpfeilern basiert, erhebt sich über dem Boden und erstreckt sich nach oben, wobei es fast wirkt, als würde es jeden Moment ins Meer abrutschen. Es ist ein filigraner Bau, der durch horizontale Linien in Form von Streben gekennzeichnet ist. Der abschüssige Sockel verbindet sich mit der Promenade des Gebäudes und reicht bis zur Uferpromenade. Die offenen Bodenplatten gehen nahtlos zwischen dem Außen- und dem Innenraum über.

Das Gebäude wird mehrere Ausstellungsräume, Forschungseinrichtungen, Büros, ein Siegelzentrum, ein Restaurant, ein Café und ein Hotel umfassen. Die Besucher können ab 2020 einen 360-Grad-Blick auf das Wattenmeer und die Landschaft in der Ferne genießen.

„Wir freuen uns, den Kreis der Wattenmeer-Projekte in dieser einzigartigen UNESCO-geschützten Landschaft fertiggestellt zu haben. Durch die Information der Besucher über das umliegende Ökosystem und die Schaffung eines faszinierenden architektonischen Raums soll das Wattenmeer zu einem einzigartigen Erlebnis werden“, sagte Mandrup.

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Foto Credits @ Dorte Mandrup

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