WOLRD EXPO 2020: DEUTSCHER PAVILLON VORGESTELLT

In zwei Jahren wird wieder die World Expo stattfinden, dieses Mal in Dubai. Unter dem Motto „Connecting Minds – Creating The Future“ durften sich die ausstellenden Länder einem der drei Themenbereiche „Opportunity“, „Mobility“ und „Sustainability“ zuordnen. Deutschland hat letzteren gewählt und kürzlich in Köln den Entwurf des 50 Millionen Euro schweren Projekts vorgestellt. Dabei herausgekommen ist der „Campus Germany“: Gewählt wurde der Name, weil auf einem Campus wie auch auf der Expo unterschiedlichste Menschen aus aller Welt zusammenkommen, um etwas zu lernen – es soll ein Ort der Begegnung und des Wissens werden.

Besucher müssen sich vor dem Betreten erst „immatrikulieren“ – das bedeutet, dass sie eine individuelle Karte und ein Namensschild erhalten, die ihnen später Auskunft über die Ergebnisse der Aufgaben geben, die sie im Campus durchlaufen. Der Pavillon wird sich am Thema Bildung entlanghangeln – dazu sind verschiedene Labs geplant, die zu Bereichen wie Energie, Zukunft und Biodiversität informieren und den Besucher interaktiv einbeziehen sollen.

Im September 2017 wurde eine europaweite Ausschreibung veröffentlicht, bei der sich LAVA gegen andere Teilnehmer durchsetzen konnte. Die LAVA besteht aus der Kölner Agentur facts & fiction sowie dem Schweizer Bauunternehmer Adunic. Die Pläne zeigen einen vertikalen Campus, der verschieden große Volumen unter einem offenen Dach zusammenfasst. Laut den Planern solle es keine Leistungsschau werden, wie es ja bei der Expo meist der Fall ist, man wolle stattdessen etwas zum Thema Nachhaltigkeit vermitteln und zum Nachdenken anregen.

In dem Pavillon dreht sich alles um Nachhaltigkeit in der Ära des Anthropozän, ergo des menschengemachten Zeitalters, in dem der Mensch den größten Einfluss auf die Erde hat, sowohl positiv als auch negativ. Die Macher wollen zeigen, dass der Mensch keine rein zerstörerische Wirkung auf den Planeten hat, sondern dank seiner Fähigkeiten die negative Entwicklung wieder ins Positive wenden könnte.

Am Ende finden sich die Besucher in der „Graduation Hall“ wieder, in der 100 Schaukeln montiert sind. Hier werden die Information noch einmal im großen Ganzen dargestellt unter dem Einfluss der Menschen im Raum, die über ihre digitalisierte Karten direkt eingebunden werden, beispielsweise die Informationen, aus welchen Ländern die Menschen kommen und wie sie sich im Pavillon bei bestimmten Fragen verhielten. So sollen die Besucher am Ende erkennen, was sie eint und realisieren, dass Menschen mehr verbindet als sie trennt.

Neben festen Exponaten ist ein umfangreiches Kulturprogramm geplant. Organisiert und geleitet wird der deutsche Pavillon von Koelnmesse im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Im nächsten Jahr wird mit dem Bau des Pavillons begonnen.

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Renderings © koelnmesse

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