GENUA: NEUES DESIGN FÜR BRÜCKE NACH ZUSAMMENSTURZ VERÖFFENTLICHT

Renzo Piano hat seine Entwürfe für eine neue Brücke in Genua vorgestellt. Dem italienischen Architekt wurde das Privileg zuteil, für seine Heimatstadt eine Brücke in Höhe von 202 Millionen Euro zu designen, nachdem im August dieses Jahres die ursprüngliche Konstruktion aus den 60er Jahren bei einem Sturm eingestürzt war und 43 Menschen das Leben kostete.

Piano empfinde es als große Ehre, die neue Brücke entwerfen zu dürfen – er wolle sie schön und typisch genuesisch gestalten: Einfach, aber nicht trivial. Eine Stahlbrücke, die sicher und dauerhaft bestehen soll, damit sich so eine Katastrophe niemals wiederholt. Die Pläne zeigen eine minimalistische weiße Stahlbrücke, die in regelmäßigen Abständen von 19 hohen, elliptischen Pfeilern getragen wird. Piano schwebt ein Design vor, das aussieht, wie ein im Tal stehendes Schiff, das tagsüber das Sonnenlicht reflektiert und die Energie absorbiert, um sie nachts wieder abzugeben. Piano entwarf die Brücke mit einem durchgehenden Stahldeck, dass sich über 1.100 Meter erstreckt.

Piano hat in der Vergangenheit schon viele bedeutende Gebäude entworfen – unter anderem das Centre Pompidou in Paris, The Shard in London und das New Yorker Whitney Museum.

Genuas Bürgermeister Mario Bucci hatte angekündigt, dass Piano den Bau des Projekts beaufsichtigen solle, das gemeinsam von drei italienischen Bauunternehmen durchgeführt wird: Salini Impregilo, Fincantieri und Italferr. Er gab außerdem an, dass nach zwölf Monaten das Projekt fertiggestellt werden solle.

Italien hatte in Zeiten wirtschaftlicher Unruhen viele größere Infrastrukturprobleme – die Morandi-Katastrophe war der fünfte Brückenzusammenbruch in fünf Jahren.

Die neue Brücke wird als wichtiger Knotenpunkt angesehen, der die Stadt mit Frankreich, dem Hafen und generell den umliegenden Gebieten verbindet.

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Renderings © renzo building workshop

1 Kommentar

  1. Der Bau der Brücke in Genua ist ein tolles Prestigeprojekt für ein Bauunternehmen. Das ist ein Punkt, von dem aus man sich in Italien nun nach vorne bewegen kann nach dem Brückenzusammensturz. Ich bin gespannt auf die Umsetzung.

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