WOHNPROJEKT IN KAIRO FÜR MEHR MENSCHLICHKEIT

Drei in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Architekten haben sich zum Ziel gemacht, das Problem vom Leben einkommensschwacher Menschen auf Kairos Friedhöfen zu lösen. Mouaz Abouzaid, Bassel Omara und Ahmed Hammad haben dazu das Projekt „Sheltainer“ ins Leben gerufen, das Bewohnern – wie ärmlichen Familien, Studenten, Flüchtlingen – die aufgrund ihres geringen Einkommens zu solchen Mitteln greifen müssen, eine bessere Wohnsituation bieten will. Es sieht ein einfaches, aber präzises Design für mehr Menschlichkeit unter Verwendung von Schiffscontainern vor. Das Konzept basiert auf einer Micro-Housing-Lösung, die auf der Analyse menschlicher Bedürfnisse begründet ist, die Lösungen für die Krisen in Dritte Welt-Ländern finden soll.

Nun folgt der nächste Schritt: Dabei wird das Gesamtbild betrachtet und die Perspektive von der Mikro- zur Makroebene der Herausforderung gewechselt. Die Architekten konzentrierten sich auf die Menschen, die in Kairo aufgrund von Verdrängung oder Benachteiligung unter desaströsen Umständen leben, und wollen ihnen neue Hoffnung schenken. Die Entwürfe fokussieren im Moment auf einzelne Wohneinheiten, die alle notwendigen Bedürfnisse einer kleinen Familie abdecken sollen. Sie werden zu einem Cluster zusammengefasst, das als kleine Nachbarschaft von acht Häusern um einen grünen Innenhof angeordnet ist. Es soll den ärmeren Menschen als Wohnort dienen, an dem sie durchatmen und neu beginnen können. Das Projekt bietet insgesamt eine flexible Lösung, in dem alte Flächen umgestaltet und optimiert werden – derzeitige Aktivitäten rund um die Schiffscontainer sollen gemeinsam mit neuen Freiflächen und neuen Aktivitäten, Häusern und vor allem neuen Hoffnungen ausgestattet werden.

Die Einheiten können an verschiedene Umgebungen angepasst werden, da der Container eine hervorragende Isolierung und Flexibilität bietet. Das Team konzentrierte sich bei dem Projekt ursprünglich auf zwei Länder: Syrien, in dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung vertrieben wurde, und Südsudan, wo die Flüchtlingsbevölkerung in der zweiten Hälfte des Jahres 2016 von 854.100 auf über 1,4 Millionen anwuchs. Nun hat das Team die Regelung weiter vorangetrieben, um Wohnprobleme in Ägyptens Hauptstadt anzugehen.

Gleichzeitig soll an dem Verkehrsproblem gearbeitet werden, unter dem Kairo schon seit Jahrzehnten leidet, indem ein neues Straßennetz geschaffen wird.

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Renderings © Mouaz Abouzaid

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