WETTBEWERB REINVENTING CITIES: ERSTE GEWINNER STEHEN FEST

Vor zwei Jahren wurde von der internationalen Organisation C40 Cities Climate Leadership Group ein Wettbewerb zur Förderung des innovativen Städtebaus bezüglich des Klimawandels  ausgeschrieben. 50% der Emissionen werden durch Städte verursacht: Hier herrscht also ein besonderes Potenzial für die Bekämpfung der andauernden Klimakrise. Ein besonderer Fokus wurde bei den Entwürfen auf CO2-Neutralität sowie Resilienz gelegt.

Im Rahmen der Urban Futures Global Conference in Oslo wurden in der letzten Woche nun 15 Gewinnerprojekte aus zwölf Städten des Reinventing Cities-Wettbewerb gekürt – 14 aus Europa und eins aus Chicago. Es geht dabei um die Entwicklung von Projekten für eine nachhaltige Transformation kaum genutzter urbaner Räume. Lokale Regierungen bildeten dazu Auswahlkommissionen, anhand gemeinsam bestimmten Kriterien wurden dann Gewinnerteams für die jeweilige Stadt ausgewählt.

Die Jury unter Leitung der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo, die zugleich Vorsitzende der C40 ist, hat nun die Gewinnerentwürfe für Chicago, Reykjavík, Oslo, Paris, Mailand und Madrid ausgewählt. Die Teams aus Architekten, Ingenieuren und Unternehmern werden Standorte wie ein verlassenes Marktgebäude in Madrid und Teile von Mailands Grünflächen sanieren. Die Projekte sind gekennzeichnet durch die Nutzung lokaler Energiequellen wie Solarstrom, Materialien, für die wenig CO2 für ihre Herstellung verbraucht wurde sowie Re- und Upcycling oder urbane Lebensmittelproduktion: Dächer mit Urban Gardening, bewachsene Hinterhöfe und jede Menge Biodiversität zeigen die Entwürfe.

In Mailand beispielsweise wird in Form von „l’Innesto“ (deutsch: Transplantat) ein ehemaliger Güterterminal zum ersten klimaneutralen sozialen Wohnungsbauprojekts des Landes gemacht. 60% der Fläche soll dort begrünt werden. In Chicago hat ein ähnliches Projekt gewonnen: „Garfield Green“ wird 1,5 Hektar unbebautes Land in eine Mischung aus Freiflächen und günstigem Wohnraum umwandeln. Der Energiebedarf soll dort komplett von Sonnenkollektoren gedeckt werden, der Niederschlag von einem Dachgarten abgeleitet werden.

Die ausgewählten Projekte sollen nun weiterentwickelt und in Zusammenarbeit mit einem privaten Investor realisiert werden. Die Gewinner der übrigen Städte wie Montréal und San Francisco stehen noch aus – sie werden im Laufe des Jahres ausgewählt. Insgesamt machen 14 Städte bei dem Projekt mit.

Mehr Infos findet ihr hier.

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Renderings © Perkins + Will/ NIA Architects | LPO Architects/SLA | Barreca + La Varra

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