IDEE DER WOCHE: SCHMETTERLINGSRESERVAT AUF GEBÄUDEFASSADE

Stadt und Natur in Einklang bringen – das wird immer mehr gefordert und spiegelt sich in zahlreichen Projekten weltweit wider. Auch in New York arbeitet man an einem Bürogebäude mit einer ganz besonderen Fassade: Das in Brooklyn ansässige gemeinnützige Architektur- und Städtebauunternehmen terreform one hat ein Schmetterlingsreservat entworfen, das sich an der Außenseite eines neuen achtgeschossigen Bürogebäudes befinden wird. Besucher haben in Zukunft dort die Chance, wie durch die Scheiben eines riesigen Terrariums durch die Fenster zahlreiche Monarch-Schmetterlinge zu beobachten.

Eine spezifische Vegetation auf der Fassade soll den Insekten einen idealen Untergrund bieten, um sich wohlzufühlen. Die vertikale Wiese wird Milchkrautpflanzen und Wildblumen beherbergen – sie werden auf Fliesen wachsen, die im 3D-Drucker entstanden sind. Sie bestehen aus Beton mit Kohlenstoff-Sequestierung.

Gärten auf dem Dach sowie eine Terrasse werden mit einer Reihe bienenfreundlicher Pflanzen bewachsen sein, um auch deren Lebensraum zu erweitern. Terreform one war bislang eher beratend tätig, indem es Unternehmen über Möglichkeiten eines umweltfreundlicheren Handelns informiert hat.

Nun wollten sie aber doch einen Schritt weitergehen und selber beim Designen umweltfreundlicherer Umgebungen tätig werden – gegen das Aussterben von Insekten und einer weiteren Verschlechterung der Luftqualität. Mit dem Projekt wollen will die Organisation auf das vermehrte Insektensterben aufmerksam machen und es vor allem für die Öffentlichkeit – offenbar möglichst auffällig – sichtbar machen: Zusätzliche LED-Bildschirme auf Straßenniveau sollen aufgestellt werden, um vergrößerte Ansichten der Schmetterlinge und Raupen auf der Fassade für Neugierige und Naturfreunde zu projizieren.

Im Moment arbeiten die Entwickler an der Genehmigung des Gebäudes durch die Gemeinschaft – geplant ist es für das Viertel NoLIta in Manhattan. Sie haben bereits eine großflächige Version der Fassade in der Nähe ihres Büros auf der Marinewerft in Brooklyn getestet.

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Renderings © terreform one

 

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