THE OCEAN CLEANUP: ZWEITER ANLAUF MIT VERBESSERTER KONSTRUKTION

Die schwimmenden Gerätschaften von Boyan Slat und seiner Ocean Cleanup-Crew wurden aufgerüstet bzw. überarbeitet und werden aktuell wieder zum eigentlichen Einsatzort auf dem Wasser transportiert. Am Mittwoch, den 26.06. sollen die Systeme wieder zu Wasser gelassen werden. Das gab Slat zuletzt selber auf Twitter bekannt. Das Ziel des vielbeachteten Projekts bleibt es, im pazifischen Ozean die riesigen Müll- und Kunststoffstrudel abzutragen – vor allem den sogenannten Great Pacific Garbage Patch (GPGP). Ein erster Versuch, der bereits im September 2018 gestartet wurde, musste im Januar 2019 zunächst aber zunächst abgebrochen werden. Das System mit dem Namen Wilson erlitt einen Ermüdungsbruch entlang der schwimmenden Barrieren, welche die Müllmassen einsammeln sollen. Eine Schienenverbindung wurde als Ursache ausgemacht und von den beteiligten Ingenieuren entfernt. Die Konstruktion wurde so überarbeitet, dass das anfällige Detail zukünftig überflüssig ist. Zudem wurde die Statik durch flexiblere Rohrleitungen und minimale Wanddickenschwankungen insgesamt verbessert.

Ein weiteres Problem lag in der Geschwindigkeit begründet mit dem sich das System durch den Müllstrudel bewegte. Das Forscherteam konnte feststellen, dass sich das Schwimmgerät unter bestimmten langsamer oder schneller Vorwärtsbewegte als der Müllstrudel selber. Im Ergebnis trieb der bereits eingesammelte Müll darum teilweise wieder auf das Meer zurück. Um die Geschwindigkeit besser kontrollieren zu können haben Slat und sein Team riesige aufblasbare Bojen an der Vorderseite der Konstruktion angebracht. Diese sollen das System zukünftig abbremsen, wenn nötig. Das langfristige von The Ocean Cleanup ist bis zu 90 Prozent aller Abfälle aus den Weltmeeren zu entfernen. Das Herz der Konstruktion bildet ein riesiger C-Förmiger Schlauch, der den Müll auf der Wasseroberfläche abfischen soll und gleichzeitig die vielen Meeresbewohner im Wasser schützen soll. Helfen soll dabei die Kraft des Windes.

Das Ocean Cleanup Projekt hat weltweit viele Unterstützer und Spender gefunden. Von Anfang an wird das Vorhaben von Bojan Slat aber auch kritisiert. Gegner bezweifeln die Erfolgsaussichten des Projekts und befürchten zudem, dass die Pläne von dem eigentlichen Problem nur ablenken. Die italienische Umweltschützerin Christina Gabetti will sich lieber auf Projekte konzentrieren, die verhindern das überhaupt erst Müll und Plastik in die Ozeane gelangt.

Wir sind gespannt auf das nächste Update.

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