UPCYCLING – MADE IN SWEDEN

© Daniel Svahn Studio

Viele Materialien werden unnötigerweise weggeworfen, nur weil die Produkte, in denen sie verarbeitet wurden, nicht mehr ausreichend funktionstüchtig sind. Dieser Umgang einer Wegwerfgesellschaft ist ein großes Problem für den Planeten und zeigt sich gerade auch im Bereich der Inneneinrichtung. Mit diese xxx musste sich auch David Svahn während seines laufenden Masterstudiums an der Konstfack-University of Arts, Crafts und Design in Stockholm auseinandersetzen. Ein Kurs zum Thema Postwachstum brachte ihn dazu, seine eigene Designpraxis kritisch zu hinterfragen. Das Ergebnis waren „The New Goodies but Oldies“ eine Upcyclingkollektion bestehend aus alten Tischplatten. Mit dem Projekt will der Designer wieder ein Bewusstsein für den Wert unserer Ressourcen schaffen und zeigen, dass das Prinzip der Wiederverwendung auch in der Möbelindustrie ein zukunftsfähige Alternative darstellt.

© Daniel Svahn Studio

Das Potenzial alter Tischplatten

Mit dem nachhaltigen Gedanken wandte sich Svahn an die Stockholmer Gemeinde Nacka und stellte seine bisherigen Werke vor. Damit stieß er auf Begeisterung und konnte bei der Renovierung des Konferenzraums des Rathauses seinen Ansatz unter Beweis stellen. Die Neugestaltung sollte möglichst nachhaltig und mit wenig Aufwand durchgeführt werden. In diesem Rahmen beauftragte die Gemeinde den Designer mit der Entwicklung dreier Sitzeinheiten mit unterschiedlichen Funktionen unter Verwendung von vierzehn alten Tischplatten, für die es im neuen Raum keine Nutzung mehr gab. Bei dem Design behielt Svahn das Erscheinungsbild der originalen Tischplatten bei und machte es zum aktiven Bestandteil des Schaffungsprozesses. Gleichzeitig will er so seine Idee unterstreichen und ein Beispiel für das Potenzial von Upcycling geben. Sein Wunsch ist ein Paradigmenwechsel im Design von Inneneinrichtung sowie dem Umgang mit Möbeln. Diesem Ziel will er auch in seiner Masterarbeit näher kommen.

„The New Goodies but Oldies“ können seit letztem Jahr im Rathaus von Nacka von den Mitarbeitern und Besuchern genutzt werden. Hier stehen sie zurzeit im öffentlichen Café und erzählen ihre Geschichte.

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