NEUE LEIPZIG CHARTA BESCHLOSSEN

Am 30. November dieses Jahres wurde die Neue Leipzig-Charta bei einem informellen Ministertreffen zur Stadtentwicklung im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft beschlossen. Die Charta formuliert die Leitgedanken einer modernen Stadtentwicklungspolitik in Europa und ist das Ergebnis eines zweijährigen Beteiligungsprozesses auf nationaler und europäischer Ebene. Vorgänger ist die Leipzig Charta aus dem Jahr 2007.

Schwerpunkt der Neuen Leipzig-Charta ist die Stärkung der Gemeinwohlorientierung der europäischen Städte inklusive verlässlicher öffentlicher Dienstleistungen der Daseinsvorsorge und Verringerung der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Benachteiligung. Um die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden Europas zu erhalten und zu verbessern, soll die neue Charta in nationale, regionale und kommunale Stadtentwicklungsstrategien integriert werden.

„Keine der Herausforderungen unserer Zeit – sei es Migration, Klimawandel oder Pandemien – kann bewältigt werden, wenn man den Lebensraum der Stadt nicht mitdenkt. Mit der Neuen Leipzig-Charta legen wir deshalb die Weichen für die Stadtentwicklung von morgen: Nachhaltig, resilient und krisensicher.“ – Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat 

Zur Stärkung der Zusammenarbeit auf den verschiedenen Ebenen beschlossen die Ministerinnen und Minister bei dem Treffen zusätzlich ein weiteres Dokument mit dem Titel „Umsetzung der Neuen Leipzig-Charta im Rahmen eines Mehrebenen-Ansatzes: Die Fortführung der Urbanen Agenda für die EU“.

Digitale Fachkonferenz

Am 2. Dezember findet eine eintägige Fachkonferenz im Rahmen der nationalen Stadtentwicklungspolitik statt, die die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Städte und Gemeinden thematisiert. Anschließend folgt eine interaktive Diskussion mit nationalen und internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Neue Leipzig-Charta als Grundlage für integrierte Stadtentwicklungspolitik in Europa.

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