SCHMIDT HAMMER LASSEN TRANSFORMIEREN EHEMALIGES GEFÄNGNISGELÄNDE IN GRÜNE NACHBARSCHAFT

© Schmidt Hammer Lassen Architects + BOGL

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Das ehemalige Gefängnisgelände Vridsløselille in Albertslund, 15 km von Kopenhagen entfernt, ist seit vielen Jahren eine geschlossene Siedlung. Das soll sich künftig ändern: Das Gelände des alten Staatsgefängnisses soll neu gestaltet werden, indem seine historische Struktur und Umgebung in eine grüne, einladende Nachbarschaft umgewandelt wird. Vridsløselille öffnet sich künftig zur Stadt hin und soll ein Teil des gesellschaftlichen Lebens von Albertslund werden. Der neue Stadtteil soll neue Bewohner nach Albertslund locken, die dort zahlreiche Aktivitäten und Grünflächen vorfinden.

© Schmidt Hammer Lassen Architects + BOGL

Die flexiblen Entwürfe des dänischen Architekturbüros Schmidt Hammer Lassen in Kooperation mit den Landschaftsarchitekten BOGL gingen bei einem Design-Wettbewerb als Gewinner hervor. Sie legen einen deutlichen Fokus darauf, das städtische Leben in das vorbelastete Gebiet zurückzubringen. In Zukunft wird Vridsløselille durch grüne Parks und Wohnkomplexe geprägt sein, die eine starke Synergie erzeugen. Die historischen Gebäude werden einladenden urbanen Qualitäten und Nutzungsmöglichkeiten für die Gemeinschaft weichen. Die Nachbarschaft ordnet sich dabei um das von Bäumen umgebene historische sternförmige Gebäude des ehemaligen Gefängnisses herum an, das zum Herzen der Entwicklung wird.

„Vridsløselille ist ein einzigartiger Ort, der sein eigenes ‚Universum‘ in einer modernistischen Stadt bildet. Es war aufregend, das Gebiet zu verändern, indem eine charakteristische Identität geschaffen wurde, die sich auch auf den Rest von Albertslund erstreckt. Wir haben die Geschichte, die Mauern und die alten Gärten des bestehenden Ortes genutzt, um einen neuen Treffpunkt für die ganze Stadt zu schaffen.“
– Jens Linnet, Design Lead Landscape und Creative Director bei BOGL

Belebte Grünflächen prägen das Viertel

© Schmidt Hammer Lassen Architects + BOGL

Auf 160.000 m² entstehen schwerpunktmäßig belebte Grünflächen, Flächen für urbane Landwirtschaft sowie zahlreiche Bewegungs- und Sportangebote. All das soll einen gesunden und sozialen Lebensstil mit einem breiten Spektrum an Aktivitäten fördern. Der Stadtteil wird zur natürlichen Verlängerung von Albertslund und seiner Hauptverkehrsstraßen. Dabei sehen die Entwürfe vor, wichtige Verbindungen, Sichtachsen und eine lokale Identität zu erhalten.

© Schmidt Hammer Lassen Architects + BOGL

Die neue Nachbarschaft teilt sich in fünf abwechslungsreiche Bezirke auf, die alle eine eigene Identität ausstrahlen. Alle Bezirke bieten darüber hinaus einen direkten Zugang zu Natur. Im Norden liegt Skovbyen: Dieser Bezirk kennzeichnet sich durch eine Reihe von Stadtvillen, gelegen zwischen zwei Waldgebieten. Der westliche Bezirk Bevægelsesbyen umfasst zahlreiche terrassierte, mehrstöckige Häuser und halböffentliche Plätze.

 

Neuer Zugangsweg erleichtert Orientierung

© Schmidt Hammer Lassen Architects + BOGL

Grobyen im Südwesten wird der größte und bevölkerungsreichste Bezirk von Vridsløselille. Hier stehen vor allem die Aspekte Gemeinschaft und Interaktion im Fokus. Man findet dort Wohngebäude mit bis zu sieben Etagen. Im südlichen Portbyen entlang der Bahnstrecke befinden sich noch höhere Häuser, Havebyen hingegen zeichnet sich durch intime Renaissance-Gärten aus.

Insgesamt konzentrieren sich die Pläne darauf, das Gebiet zu öffnen und neue Verbindungen durch den neuen Hauptzugangsweg „Loop“ zu schaffen. Dieser umgibt das Gelände und verknüpft die unterschiedlichen Bezirke mit der bestehenden historischen Struktur.

„Unsere Vision für Vridsløselille ist es, ein neues Viertel mit einem grünen Herzen für alle Bürger zu schaffen. Ein Gebiet, das die soziale, klimatische und landschaftliche Kohäsionskraft in Albertslund stärkt. Wir werden so viel wie möglich vom bestehenden Gefängnisgebäude erhalten und einige der Nebengebäude des Komplexes integrieren, um die ursprünglichen Qualitäten zu verbessern. Einige alte Flügel werden abgerissen, aber mit tiefem Respekt vor der ursprünglichen Geometrie wieder aufgebaut, sodass der bestehende sternförmige Komplex zum Star der Ausstellung wird. Auf diese Weise wollen wir die Teilnahme und das Miteinander fördern, indem wir einige der Strukturen in gemeinsame Orte umwandeln, an denen sich alle erfreuen können“
 Kristian Ahlmark, Partner und Design-Direktor bei Schmidt Hammer Lassen

Neben Schmidt Hammer Lassen wurde auch der Entwurf des Architekturbüros COBE für die Neugestaltung ausgewählt.

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