ODENSE: EIN MUSEUM GEWÄHRT EINBLICKE IN HANS CHRISTIAN ANDERSENS FANTASIE

Das Areal umfasst Andersens Geburtshaus, einen märchenhaften Garten und das sich darin befindende Museum. Kengo Kumas Ambition war es, eine vollkommen neue Art der lebendigen Erfahrbarkeit eines Museums zu erschaffen. Die detailreichen Atmosphären ermöglichen es, die Perspektive des Schriftstellers einzunehmen und ihn somit als Denker kennenzulernen.

© Kengo Kuma & Associates, Cornelius Vögel, MASU Planning

Faszination

Neugierige Besucher:innen lesen seine Geschichten nicht einfach, sie erfahren den kreativen Kern Andersens Arbeit. Die größtenteils unterirdische Architektur nimmt die Rolle der Vermittlerin ein und erzeugt mit ihrer Formsprache neue Gefühlswelten. Unterschiedliche Licht- und Geräuschsituationen, verschiedene Bilder, das individuelle Ausstellungskonzept und ein Labyrinth-artiges Raumgefüge laden Kinder und Erwachsene auf eine spannungsvolle Reise ein. Kuma beschreibt, wie er im Entwurfsprozess gelernt hat Andersens Art der Kreativität zu adaptieren und ins Architektonische zu übersetzen. Teilweise waren einzelne Situationen aus den Märchen Inspiration für die Raumgestaltung. Als Beispiel nennt er den Baum aus „Das Feuerzeug“: wie in der Geschichte tut sich auch im Museum eine unterirdische Welt auf, wenn man durch den Stamm hinabsteigt. Motiviert von Andersens Faszination, die in jedem noch so kleinen Detail ein Universum erwarten lässt, entwarf Kuma eine magische Welt für das literarische Kunstwerk.

© Kengo Kuma & Associates, Cornelius Vögel, MASU Planning

Inspiration

Jedoch soll nicht nur Andersens Gedankenwelt artikuliert werden, denn das Museum animiert seine Besucher:innen zudem, die gewöhnlichen Denkmuster zu verlassen und sich der Fantasie hinzugeben. Die Ausstellung möchte inspirieren, reflektieren, neue Perspektiven auf das Selbst, die Welt, die Natur und die Gesellschaft aufzeigen. Alles kann und soll infrage gestellt werden, damit die Mehrdeutigkeit und die Schönheit ihrer Vielfalt erkannt werden. Andersens Blickwinkel erinnert daran, sich auch in der Einfachheit des Alltags, Raum für Träume zu bewahren. Wie kann eine Stadt, eine Gesellschaft, eine Welt von morgen aussehen, wenn wir Träume zulassen?

„H.C. Andersens künstlerisches Universum ist fantastisch und erstaunlich, weil es die Vorstellungen der Welt, von der Sie dachten, dass Sie sie kennen, auf den Kopf stellt, ohne jedoch etwas anderes an ihre Stelle zu setzen.“ – Henrik Lübker, Creative Direktor im H.C. Andersen Haus

© Kengo Kuma & Associates, Cornelius Vögel, MASU Planning

Weitere Informationen zum Hans Christian Andersen Haus findet ihr hier.


Alle Bilder © Kengo Kuma & Associates, Cornelius Vögel, MASU Planning

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