BUNDESREGIERUNG PLANT PFLICHT FÜR SOLARDÄCHER

Laut übereinstimmenden Medienberichten plant die Bundesregierung die Umsetzung einer verpflichtenden Installation von Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen auf Neubauten. In einem Entwurf zum Klimaschutz-Sofortprogramm, der u.a BILD und ZEIT vorliegt, ist zudem festgelegt, dass ein Neubau nur noch 55 Prozent der Energie eines Standardhauses verbrauchen darf und so den höchsten Energie-Standart EH-55 erfüllen muss. Bisher war dieser Standard freiwillig. Der Entwurf befindet sich derzeit noch in der Ressortabstimmung.

Ab 2025 sollen die Regeln dann weiter verschärft werden: Dann gilt der sogenannte Standard EH-40. Er sieht vor, dass Neubauten dann nur noch maximal 40 Prozent der Energie eines Standardgebäudes verbrauchen dürfen. Ob der Entwurf so in den Gesetzgebungsprozess einfließt und umgesetzt wird, entscheidet der Bundestag.

Kai Warnecke, Chef des Verbands Haus & Grund, äußerte gegenüber BILD deutliche Kritik: Es sei ein „unkoordinierter Schnellschuss, der Bauen und Wohnen dramatisch verteuert“. Darüber hinaus sei es „lächerlich, eine Solardach-Pflicht einzuführen, ohne endlich den Verkauf des produzierten Stromes an die Bewohner des Hauses zu erlauben“.

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