DORTMUND: VIVAWEST INVESTIERT ÜBER 100 MILLIONEN IN MODELLQUARTIER

© Vivawest

Das Vivawest-Quartier im Dortmunder Westen besteht aus insgesamt 384 Wohnungen. Davon werden 266 Wohnungen in die baulichen Maßnahmen einbezogen. Im Einzelnen handelt es sich um Wohnungen in den Straßen Walkmühlenweg, Thielenstraße, Brunshollweg und Pothmorgenweg. Hier sollen durch Neubau und energetische Modernisierungsmaßnahmen sowie Dachaufstockungen 408 moderne, senioren- und familiengerechte sowie energieeffiziente Wohnungen entstehen. Rund 30 Prozent der barrierearmen Neubauwohnungen sollen öffentlich gefördert errichtet werden.

„Wir arbeiten intensiv daran, bis 2045 in Deutschland einen klimaneutralen Gebäudebestand zu schaffen. Vivawest investiert in das Modellquartier „Bergmannsgrün“ mehr als 100 Millionen Euro und möchte damit demonstrieren, wie die Vereinbarkeit von Klimaschutz durch regenerative Energie- und Wärmeversorgung  und bezahlbarem Wohnraum gelingen kann“, sagt Uwe Eichner, Vorsitzender der Vivawest-Geschäftsführung. „Bei der Stadt Dortmund möchten wir uns bereits für die Unterstützung in der Planungsphase bedanken“, so Eichner.

Im ersten Bauabschnitt sollen ab August diesen Jahres die ersten energetischen Modernisierungsmaßnahmen und Dachaufstockungen beginnen. Für den geplanten Neubau von 235 Wohnungen im zweiten Bauabschnitt ist zunächst der Abbruch von 144 Wohnungen erforderlich. Die Arbeiten sollen frühestens im Dezember 2022 starten. Die betroffenen Mieter sind informiert worden und werden bei der Suche nach einer neuen Wohnung aktiv unterstützt. Während der gesamten Projektphase stehen den Mietern persönliche Ansprechpartner zur Verfügung. Die Kosten für den Umzug wird Vivawest ebenfalls übernehmen. „Wir möchten ein Quartier schaffen, das den wachsenden Bedarf nach familien- und seniorengerechtem Wohnen für alle Einkommensgruppen in Dortmund deckt. Mit Modernisierungen allein ist das nicht zu leisten. Deshalb haben wir uns entschieden, einen Teil des Bestands abzubrechen, um dort zusätzlichen Wohnraum zu schaffen“, erläutert Vivawest-Geschäftsführer Haluk Serhat.

Neue Kindertagesstätte und ein Quartierscafé

Zusätzlich zu den Wohnungen errichtet Vivawest ein Quartierszentrum mit 44 Mikroappartements, rund 200 Parkplätzen und zahlreichen Zusatzleistungen wie beispielsweise Paketstation, E-Bike- und E-Scooterverleih, Carsharing oder Co-Working-Plätze. Außerdem ist eine Kindertagesstätte sowie ein Quartierscafé als Begegnungsstätte für die Bewohner und Ort für soziale und integrative Aktivitäten vorgesehen.  Zudem ist geplant, das Quartier regenerativ durch eine Kombination aus Erdwärme und Photovoltaik mit Energie zu versorgen. Zudem soll ein Konzept zur ökologischen Wohnumfeldgestaltung zu mehr Artenvielfalt der Natur und Lebensqualität der Anwohner beitragen.

Ideale Rahmenbedingungen

Die Gebäude- und Mieterstruktur des Quartiers entspricht dem typischen Kernbestand von Vivawest und bietet deshalb las eigener Aussage ideale Rahmenbedingungen für das Modellquartier. Zudem liegt  „Bergmannsgrün“ in Huckarde und damit im Herzen des Dortmunder Zukunftsgartens der Internationalen Gartenausstellung 2027 (IGA). „Die internationale Strahlkraft der IGA 2027 bietet die Möglichkeit, einen besonderen Fokus auf die Aspekte Klimaschutz, Energieversorgung und ökologische Baustoffe zu legen“, sagt Projektleiter Dr. Maurizio Lindemann, Fachbereichsleiter Zentrale Quartiersentwicklung von Vivawest. „Wir erhoffen uns aus dem Projekt Erkenntnisse, die wir bei weiteren Quartiersentwicklungen auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand umsetzen können“, so Lindemann weiter.

Bürgerbeteiligung erwünscht

In dem ganzheitlichen Konzept sollen die Mieter und Anwohner an der Neugestaltung ihres Quartiers beteiligt werden. „Mit der Beteiligung der Mieter haben wir bereits bei der Quartiersentwicklung rund um den Borsigplatz gute Erfahrungen gemacht“, sagt Maurizio Lindemann. Unter anderem können Mieter ihre Ideen insbesondere hinsichtlich der Gestaltung des Wohnumfeldes in das Projekt mit einfließen lassen. Zudem hat Vivawest in der Siedlung ein Quartiersbüro eingerichtet. Dort stehen Mitarbeiter den Mietern und Nachbarn telefonisch oder persönlich für Fragen zur Verfügung.

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