KÖLN: ASTOC GESTALTET NEUES BÜROGEBÄUDE AM SACHSENRING

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Umgeben von historischer Bestandsbebauung plant das ortsansässige Architekturbüro ASTOC eine neue Adresse an den Kölner Ringen. Mit ihrem Entwurf setzten sich die Architekten in einem hochkarätigem Wettbewerb gegen zahlreiche Konkurrenten durch. Ausgelobt wurde der Wettbewerb von der Generali Real Estate Gruppe.

Das geplante Bürogebäude ensteht in direkter Nachbarschaft zu Bauten von Eiermann, Van den Valentyn, Riphahn und zahlreichen anderen Villen der Gründerzeit. 1885 wurden die Grundstücke am Sachsenring von der Stadt Köln mit der Bedingung verkauft, dass dort nur Häuser gebaut werden dürfen, die an mindestens drei Seiten freistehen und entsprechend begrünt sind. Entlang dieser Vorgaben sieht der Sieger-Entwurf eine offene Bürolandschaft mit einer urbanen Seite zum Sachenring und einer Terrassierung mit grünen Freibereichen auf allen Ebenen nach innen. Der Innen- und Außenraum verschmelzen miteinander.

Die bestehenden Gebäude aus den 1950er Jahren werden heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht. Sie sind zu kleinteilig, haben zu niedrige Decken und sind hinsichtlich Materialien und Technik veraltet. Der Neubau in Holzhybrid – Bauweise setzt den Fokus auf natürliche Materialien und Modularität. Ein wesentlicher Bestandteil des Entwurfs ist der zentrale Baum im Inneren, der erhalten bleibt und die neue Mitte des Bürogebäudes bildet.

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Das Gebäude vermittelt zukünftig innerhalb des Dimensionsbruches zwischen den teilweise denkmalgeschützten Verwaltungsbauten gegenüber und der Kleinteiligkeit des Wohngebiets direkt dahinter. Mit öffentlichkeitswirksamen Nutzungen sollen der Neubau und sein Garten zur Belebung des Veedels beitragen und jenseits von Eifelplatz und Trierer Straße neue Aufenthaltsqualitäten schaffen.

Die Jury lobt: „Mit diesem Wettbewerbsbeitrag erfüllen die Architekten die Erwartungen des Auslobers an ein zukunftsfähiges, nachhaltiges, mit CO2-reduzierter Bauweise erstelltes ‚gutes Haus‘, welches vor allem auch die veränderten Ansprüche an neue Arbeitswelten mit besten Bedingungen in vielfältigen Außenbereichen perfekt abbildet.“

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