CHONGQING: PLP ARCHITECTURE ENTWIRFT FORSCHUNGSZENTRUM

© PLP architecture

Mit der Geek Community entsteht in der Millionenstadt Chongqing in China ein innovativer und dynamischer neuer Bezirk. Insbesondere der südliche Bereich ist als Raum für wegweisende Forschungs- und Entwicklungsstandorte vorgesehen. Ziel ist es, eine intelligente und kooperative Umgebung zu schaffen, die den Fokus auf die Begegnung und das Wohlbefinden von Mensch, Natur und Kultur legt sowie eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellt.

Im Kontext dieses neu entstehenden Bezirks wird nach dem Entwurf des Londoner Architekturbüros PLP Architecture der Lijia Smart Park realisiert. 50.000 m² Fläche beherbergen künftig vielfältige Forschungsprojekte und gemeinschaftliche Arbeitsräume. Eine Vielzahl an Aktivitäten, die von Gruppentreffen bis hin zu individuellen zielgerichteten Untersuchungen reichen, bildet das breite Nutzungsspektrum und gibt dem Gebäude seine lebendige Atmosphäre.

Der Konzept-Entwurf sieht vor, zwei zueinander konkav geschwungene Volumina gegenüberzustellen, welche sich jedoch nicht unmittelbar berühren. Der südliche Flügel ragt etwas höher empor. Er vermittelt eine einladende Geste für Ankommende im Gebäude. Der nördliche Flügel ist von geringerer Bauhöhe, um den Blick auf die nahegelegenen historischen Ruinen zu optimieren. Beide Formen sind vollverglast und von einer vorgehängten Holzlamellenfassade umgeben. Die zweite Außenhülle dient zur
verbesserten Kontrollierbarkeit der Sonneneinstrahlung und definiert sowohl den Blick ins als auch aus dem Gebäude heraus.

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Das spannungsvolle Verhältnis der beiden Volumina findet seinen Einklang im gemeinsamen kreisförmigen Atrium. Das Herzstück des Entwurfes formiert sich aus übereinander gestapelten Ringen, welche die Gebäudeteile um einen eindrucksvollen Luftraum verbinden. Als kreativer Kern bildet das Atrium den öffentlichen Treffpunkt für Nutzerinnen und Nutzer und fungiert als Präsentationsplattform für die verschiedensten Projekte und Produkte des Forschungszentrums. Das interne Erschließungssystem organisiert sich aus miteinander verbundenen Treppen und ermöglicht einen alternativen Raum für den inspirierenden Austausch der Arbeitenden.

Der Leitgedanke der Biophilie zieht sich durch die gesamte Entwurfsidee und nimmt konkreten Einfluss auf architektonische Entscheidungen. Die organisch geschwungenen Formen integrieren sich in die umliegende Parklandschaft und interagieren unmittelbar mit der Natur. Vertikale Grünterrassen bilden die Endpunkte der jeweiligen Volumina. Als geschützter Außenraum verbinden sie das Innere des Gebäudes sinnbildlich mit den nahegelegenen Grünflächen. Mit einer sensiblen Holzstruktur antwortet der Entwurf selbstbewusst auf bauliche Nachhaltigkeitsfragen. Auch bei der gebäudetechnischen Ausarbeitung wurde großer Wert auf einen nachhaltigen Umgang mit umweltbelastenden Faktoren gelegt. Die extensive Nutzung des natürlichen Lichts innerhalb des Gebäudes, Photovoltaikpaneele und ein natürliches Belüftungssystem nutzen effektiv die CO2-neutralen Energien der Natur. Das Sammeln von Regenwasser und eine ökologisch sensible Landschaftsgestaltung reagieren bedacht auf die Umwelt und steigern darüber hinaus das Wohlbefinden der Nutzerinnen und Nutzer.

Das außergewöhnliche Design des Gebäudekomplexes wird von einer intelligenten Technologie begleitet. Eine Gebäudemanagementsteuerung, ein intelligentes Zugangs- und Sicherheitssystem,
interaktive Bildschirme und ein intelligentes Hotdesking-System koordinieren die alltägliche Nutzung und gestalten diese höchst effizient und im Sinne der Nachhaltigkeit.

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