BREATHE

Das Architekturbüro Sou Fujimoto Architects plant in Zusammenarbeit mit Laisné Roussel eine beispiellose Landmarke für Bordeaux.  CANOPIA punktet mit wohlgeformten Proportionen, gut durchdachten Außenbereichen und umweltverträglichen Qualitäten.

Auf einer Gesamtfläche von 17.000 m2 zwischen der Rue Cazeaux und der Rue Beck im Stadtteil Gare Saint Jean wird CANOPIA künftig Raum bieten für 199 Wohnungen, 3.770 m2 Bürofläche sowie 500 m2 Verkaufsfläche. Nach seiner Fertigstellung wird der insgesamt 50 m hohe aus Holz gefertigte Turm zu den höchsten seiner Art gehören.

Neben der Unterstützung der gesamten Region soll die Entwicklung CANOPIAS auch als gutes Beispiel im Kampf gegen den Klimawandel vorangehen. Das vollkommen aus Holz gefertigte Projekt stellte die an der Planung und Realisierung beteiligten Unternehmen Pitch Promotion, Sou Fujimoto Architects, Laisné Roussel, Mathis, Faure, Le Sommer Environment, Etablissement, Emacoustic und Apave vor große Herausforderungen. Schwierigster Teil war die Konstruktion der hölzernen Rahmenstruktur CANOPIAS. Hierzu arbeitete ein interdisziplinär aufgestelltes Team aus den Bereichen technische Konstruktion, Design und Innovationsmanagement zusammen. Die Balken und Pfähle des Basisgerüsts wurden aus Edeltannen- und Fichtenholz gefertigt. Die Geschosse wurden mittels Mathis ATEX Technik, einer speziellen Holzverlegetechnik für mehrgeschossige Bauten, konstruiert. Sichere Stabilität garantieren zusätzliche, miteinander verklebte Holzbalken, die in die Struktur integriert wurden.

Die Bewohner CANOPIAS können zwischen drei Apartmentgrößen wählen. Die 42 m2 großen Apartments verfügen über zwei Balkone, während die 64 m2 und 83 m2 großen Varianten an mindestens zwei Seiten von durchgängigen Balkonen umlaufen werden. Highlight des Projekts sind die in unterschiedliche Zonen aufgeteilten Dachgärten, die allen Bewohnern frei zugänglich sind. Von hier aus genießt man einen außergewöhnlichen Panoramablick über die gesamte Region Bordeauxs. Bei der Planung wurde große Aufmerksamkeit auf die gemeinschaftliche Nutzung der unterschiedlichen Gärten gelegt. Sie sind über Fußwege miteinander verbunden. Die am Rande des Daches gelegenen Bereiche werden zu großzügigen Terrassen gestaltet, die mittig gelegenen Bereiche zu grünen Oasen der Ruhe. Daneben gibt es einen Gemüse- und Obstgarten inklusive Kompost- und Wasserspeicherungsmöglichkeit, einen Wintergarten, eine Terrasse mit einem Restaurant und einen Spielplatz.

Für seine außergewöhnliche Bauweise hat CANOPIA gute Chancen das Biosourcé-Zertifikat zu erhalten. Gepaart mit den hier zur Verfügung gestellten Angeboten und Strukturen, die alle Funktionen einer typisch französischen Stadt vereinen, gilt CANOPIA derzeit als beispiellose architektonische Innovation.

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