WISSENSCHAFTSSTADT IN SHANGHAI

Forschung und Entwicklung gegenüber der reinen Industrieproduktion nachhaltig stärken – das ist die übergeordnete Strategie die auch in Shanghai verfolgt werden soll. Mit der Entwicklung der„Zhangjiang Science and Technology City“ im prosperierenden östlichen Stadtbezirk Puding, der strategisch günstig zwischen dem Stadtzentrum und Flughafen liegt, wird der Wissensgesellschaft ein Raum für die Zukunft geschaffen. Auf rund 84 Quadratkilometern soll dort die größte und bedeutendste Wissenschaftsstadt Chinas entstehen – in Pilotprojekt mit landesweitem Vorbildcharakter.

Den Wettbewerb zur Gestaltung der zukünftigen Wissenschaftsstadt haben die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) und KCAP Architects & Planners in Kooperation mit den Landschaftsarchitekten Ramboll Studio Dreiseitl gewonnen.

Da Clusterbildung – interdisziplinärer Austausch und örtliche Vernetzung – den entscheidenden Standortfaktor prosperierender High-Tech-Städte darstellt wurde das Konzept der „Living University“ als ultimative Strategie bei der Entwicklung der Wissenschaftsstadt verfolgt. Dabei entstehen urbane Nachbarschaften, um bestehende und zukünftige High-Tech-Institutionen herum. Diese urbanen Nachbarschaften werden mit attraktiven Wohnangeboten, Kultur-, Sport- und Bildungseinrichtungen verknüpft und heben sich stadträumlich durch ihre klaren Konturen von den Landschaftsräumen ab. Der Entwurf sieht es vor die vorhandenen räumlichen Strukturen des Entwicklungsgebietes als Ressourcen zu aktivieren – Wasser, Grün und ein dichtes Netzöffentlicher Verkehrsträger zu integrieren – und auf diese Weise attraktive Lebenswelten und funktionsgemischte Stadtgefüge zu schaffen. Als Netz städtebaulich verdichteter Orte mit Anziehungs- und Ausstrahlungskraft, bildet das Konzept ein bewusstes planerisches Gegenbild zum zerfaserten „urban sprawl“ und schafft explizit urbane Milieus, die direkte Begegnungen fördern und die Vernetzung von innovativen Ideen begünstigen.

Auf Grundlage des von KCAP entwickelten Gesamtrahmenplans hat gmp konkrete Masterpläne für drei Schlüsselbereiche ausformuliert. Ramboll Studio Dreiseitl zeigt sich für die integrative Landschaftsplanung- und Umwelttechnik verantwortlich.

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