SCHUMACHER QUARTIER // FLUGFELD WIRD GRÜNES WOHNQUARTIER

Berlin wächst und braucht bezahlbare Wohnungen. Nach der Schließung des Flughafens Tegel wird am Kurt-Schumacher-Platz deshalb ein neues Stadtquartier mit ca. 5.000 Wohnungen, mehreren Schulen, Kitas, Sportanlagen, Einkaufsmöglichkeiten und viel Grün entstehen. Den Wettbewerb um die Gestaltung des neuen Schumacher Quartiers konnte das Dortmunder Stadtplanungsbüro scheuvens + wachten in Zusammenarbeit mit den Landschaftsarchitekten von WGF Nürnberg für sich entscheiden.

Der Entwurf sieht ein urbanes Quartier vor, das sich nach den vorhandenen „Linien“ und Räumen der Stadtstruktur entlang der neuen Stadtstraße und dem Kurt-Schumacher-Damm ausrichtet. Wesentliches Element ist der großflächig angelegte und vielfältig, öffentlich nutzbare Quartierspark. Er dient nicht nur als lebenswerter Freizeit- und Naherholungsraum, sondern auch als Bindeglied zwischen den attraktiven Landschaftsräumen des Berliner Nord-Westens, der Tegeler Stadtheide, den benachbarten Quartieren, dem Kurt-Schumacher-Platz sowie dem zukünftigen Urban Tech Republic Gelände. Im Norden bestimmen große offene Rasenflächen, der sogenannte „Baumfilter“, das Bild – im Süden ausgestaltete „Nutzungsbänder“ mit Sport- und Spielangeboten und Gartenparzellen.

Entlang der grün gestalteten Nord-Süd-Spange, der wichtigsten „stadträumlichen“ Verbindung sollen öffentliche und private Einrichtungen entstehen. In der ersten Entwicklungsphase sollen bereits die beiden Schulstandorte (für eine Grundschule und eine Sekundarschule) mit ihren zugehörigen Freiflächen entwickelt werden. Mit ihren Einrichtungen und Infrastrukturen bietet die Nord-Süd-Spange einen wesentlichen Beitrag zu einer lebendigen Quartiersentwicklung. Das gesamte Gebiet gliedert sich in unterschiedliche Quartiersbereiche mit jeweils eigenen Prägungen. Die neuen Baufelder am Kurt-Schumacher-Platz eignen sich sowohl für unterschiedliche Handels- und Dienstleistungsnutzungen, als auch für städtische Wohnformen. Die vielfältigen Wohnquartiere zeichnen sich durch unterschiedliche Größen, Dichten und Körnungen aus. Sie orientieren sich an der traditionellen Hof- und Blockbebauung. Jedes von ihnen wird durch vielfältige Freiräume und Aufenthaltsflächen ergänzt. Darüber hinaus verknüpfen weitere öffentliche „grüne Fugen“ und baumbestandene Plätze die Wohnbereiche mit dem zentralen Park, den Schulen und den erforderlichen Kindertagestätten. Letztgenannte werden mit ihren Freiflächen in die Blockinnenhöfe entwickelt. Im Kontrast zum landschaftlich geprägten Flugfeld markiert die westliche „Stadtkante“ mit ihrer dichten, hofähnlichen Struktur aus einer markanten und kompakten Zeilen- und Punktbebauung den räumlichen Abschluss des Quartiers.

Mit dem Schumacher Quartier wird die historische Lücke im westlichen Bereich des Kurt-Schumacher-Platzes geschlossen. Durch den Betrieb des Flughafens Tegel und seine Start- und Landebahnen war hier eine Bebauung bislang nicht möglich.

Bilder © scheuvens + wachten, WGF Nürnberg

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