COBE GEWINNT WETTBEWERB DEUTZER HAFEN

Erst kürzlich berichteten wir in unserer Sonderausgabe „metropolis Köln“ über den komplexen städtebaulichen Wettbewerb zur Neugestaltung des Deutzer Hafens. Das Planungsverfahren führt die Stadt Köln gemeinsam mit der moderne Stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH durch. Fünf Planungsteams haben nach einem Auftaktworkshop im Februar 2016 Vorschläge für städtebauliche Konzepte innerhalb eines kooperativen Gutachterverfahrens erarbeitet. Im Sommer 2016 wurden die Entwurfsideen der Öffentlichkeit vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Ende September fand schließlich die Abschlusspräsentation der überarbeiteten Konzepte statt, woraufhin das Konzept von COBE als Gewinner ausgewählt wurde.

Die Umnutzung des Areals Deutzer Hafen gehört zu den zentralen städtebaulichen Entwicklungsprojekten der Stadt Köln. In den kommenden Jahren soll dort ein gemischtes Stadtquartier mit vielseitigem Wohnraum und neuen Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden. Die Umnutzung stellt einen entscheidenden Impuls für die Stadtentwicklung auf der rechten Rheinseite dar.

Der Strukturwandel von der Produktions- zur Dienstleistungsgesellschaft ging auch an dem rund 37 ha großen Gebiet des Deutzer Hafens nicht spurlos vorbei und so entstanden in den letzten Jahren erhebliche Leerstände und Mindernutzungen. Gleichzeitig entwickelten sich im Umfeld attraktive Büro- und Dienstleistungsnutzungen sowie hochwertige Wohnstandorte. Um an dieser Stelle wieder ein städtebauliches Gleichgewicht zu schaffen, nimmt der Masterplan Innenstadt Köln von 2009 den Deutzer Hafen als städtebauliche Reserve in den Fokus.

Der Entwurf von COBE akzentuiert die Unterschiedlichkeit der beiden Rheinufer. Das Leitbild sieht einen dichten und gemischt genutzten Stadtteil vor. Dies spiegelt sich in der breiten und fast schon sympathisch chaotischen Vielfalt unterschiedlicher Bautypologien wider, die sich problemlos in den bestehenden städtebaulichen Kontext integrieren. Im Süden und an den Hochpunkten des Planungsgebietes konzentrieren sich gewerbliche Nutzungen – die Wohneinheiten entwickeln sich dazwischen. Flächen für Events, Kultur und Gemeinschaft sind in Erdgeschosszonen vorgesehen, die im seltenen Hochwasserfall geflutet werden können. Besonders herauszustellen ist die vorgesehene Remodellierung der Stadtlandschaft, die sich insbesondere in einem Durchfluss zwischen Rhein und Hafenbecken äußert. Dadurch werden zusätzliche attraktive Flächen am Wasser generiert und die Durchströmung des Hafenbeckens ermöglicht. Attraktive Wohnlagen auf der Mole werden ergänzt durch grüne Keile, die eine hohe Freiraumqualität versprechen.

Der Artikel zum städtebaulichen Wettbewerb Deutzer Hafen ist nachzulesen in der Sonderausgabe metropolis Köln.

Städtebauliches Konzept © COBE

Visualisierungen © COBE and Beauty And The Bit

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