AUSSTELLUNG // IN DIE DRITTE DIMENSION

Unter diesem Titel präsentiert das Städel Museum in Frankfurt am Main derzeit Raumkonzepte auf Papier vom Bauhaus bis zur Gegenwart. Die Schau geht der Frage nach, wie Raum bildende und Orientierung stiftende Merkmale wie Grenzen, Form und Volumen, Innen und Außen in Zeichnung und Druckgrafik, also in der Fläche, dargestellt werden. Sie setzt bei den geometrischen Kompositionen von El Lissitzky und László Moholy-Nagy aus dem Jahr 1923 an und führt bis zu Druckgrafiken der gegenwärtigen Konzeptkunst. Zu sehen sind ausgewählte Arbeiten von insgesamt 13 Künstlern, darunter Sol LeWitt, James Turrell und Michael Riedel. Dreidimensionalität suggerierende Druckgrafiken von Künstlern der Minimal Art, der Raum- und Lichtkunst begegnen Kreidezeichnungen, Faltungen und Collagen von Bildhauern des 20. Jahrhunderts.

„Wenn man genau hinschaut, dann liegen in den Schubladen unserer Graphischen Sammlung einige Skulpturen“, sagt die Kuratorin der Ausstellung, Jenny Graser. „Viele Künstler haben im 20. Jahrhundert die Grenzen zwischen den Medienhinterfragt. Die Differenzen zwischen Skulptur, Zeichnung und Druckgrafik wurden aufgeweicht.“

In sieben Kapiteln präsentiert die Sonderausstellung ganz unterschiedliche Ansätze in der Darstellung von Räumlichkeit auf dem Papier und zeigt dabei Differenzen wie auch über Jahrzehnte hinweg bestehende gemeinsame Anknüpfungspunkte der einzelnen künstlerischen Positionen auf.

„In die dritte Dimension. Raumkonzepte auf Papier vom Bauhaus bis zur Gegenwart“ ist noch bis zum 14. Mai 2017 im Städel Museum in Frankfurt am Main zu sehen.


 

 © Städel Museum

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