TURIN: KÜNSTLICHER SCHWAMMBERG SOLL CO2 SPEICHERN

Da das Einhalten des 1,5-Grad-Ziels des Klimagipfels nahezu nicht mehr möglich scheint, werden nun händeringend Lösungen gesucht, um CO2 einzusparen und die Umwelt zu säubern.

Auch Angelo Renna, ein in Amsterdam ansässiger Architekt, hat sich mit dem Thema Luftverschmutzung beschäftigt: Dabei herausgekommen ist der Entwurf eines 90 Meter hohen künstlichen Schwammbergs, den er in Turin platzieren will – dieser Berg soll in der Lage sein, 85 Tonnen CO2 pro Hektar jährlich speichern zu können. Der elf Hektar Fläche umfassende Berg stammt aus dem ausgehobenen Boden einer Baustelle des Eisenbahntunnels zwischen Turin und Lyon. Es wurden dabei sechs Tonnen Erde geschaffen, die mit dem eingelagerten Kalziumcarbonat sehr wertvoll ist. Das Ziel ist es, die Luftverschmutzung durch diesen künstlichen Boden aus Sand und Beton einzudämmen.

Das Projekt ist unter multidisziplinärer Forschung entstanden: Untersuchungen zeigten, dass der größte Teil des Kalziumkarbonats in der obersten Schicht gespeichert wird, während zuvor genutzter Boden CO2 in einer anorganischen Form mit einer Rate von 85 Tonnen pro Hektar pro Jahr über einen Zeitraum von fünf Jahren speichern kann. Angesichts der Tatsache, dass ein Hektar Regenwald fünf Tonnen pro Hektar pro Jahr aufnehmen kann, wird es zu einer ziemlich bedeutsamen und vor allem realisierbaren Technologie.

Der Berg wäre außerdem ein neues grünes Wahrzeichen der Stadt, der neben seiner Funktion für den Umweltschutz auch ein Ort der Freizeit und Erholung werden kann. Neben weiten Ausblicken auf Turin und Umgebung, bietet sich auch Raum zur Entspannung, zum Joggen oder Spazierengehen, um die Stadt aus einer anderen Perspektive zu erkunden.

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Renderings © Angelo Renna

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