ARNHEIM: BÄUME STATT ASPHALT ZUR KLIMAANPASSUNG

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Die niederländische Stadt Arnheim hat einen 10-Jahres-Plan aufgestellt, um für den Klimawandel gewappnet zu sein. Die Stadt soll so umgestaltet werden, dass sie besser mit extremen Überschwemmungen und Hitzewellen umgehen kann. Dabei dürfen auch Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen vorstellen und einen Zuschuss für deren Umsetzung beantragen. In den nächsten drei Jahren stehen 450.000 Euro dafür zur Verfügung.

Schon heutzutage hat die Stadt mit diesen Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Arnheim liegt 13 Meter über dem Meeresspiegel und hat in den letzten Jahren bereits schwere Überschwemmungen erlebt. Im Sommer trockneten außerdem zahlreiche Parks und Gärten aus.

Der Stadtrat hat aus diesem Grund das Vorhaben beschlossen, die bestehende Asphaltfläche bis 2030 um 10 Prozent zu reduzieren. Asphalt absorbiert Wärme und erhöht den Wasserabfluss – deshalb sollen anstelle des Asphalts künftig Bäume und Gras wachsen, um einerseits Schatten zu spenden und dadurch die Stadt abzukühlen. Andererseits soll die Schaffung von mehr Grünflächen auch bei Überschwemmungen helfen. Auf diese Weise können Niederschläge besser versickern und aus dem Kanalisationssystem abgeleitet werden. 2019 wurden sogenannte Regensimulationen in der Stadt durchgeführt, um auf einer mit verschiedenen Materialien gepflasterten Straße die bestmögliche Beschichtung bei Regen auszuwählen. 

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Um eine ideale Klimaanpassung zu erzielen, arbeitet die Stadt mit unterschiedlichen lokalen Behörden und Unternehmen sowie Schulen zusammen, damit eine gemeinsame Strategie entwickelt werden kann. Dadurch soll Arnheim künftig so gut wie möglich auf immer extremer werdende Wetterverhältnisse vorbereitet sein.

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