NEUGEBAUER + RÖSCH REALISIEREN WOHN- UND GESCHÄFTSGEBÄUDE IN STUTTGART

© Oliver Rieger

Seit den 1970er Jahren war das Olgahospital, bei den Stuttgartern besser bekannt als „Olgäle“, in Form einer gründerzeitlichen Erweiterung auf dem Areal untergebracht. Da die ehemaligen Krankenhausvolumen nicht für die Nachnutzung geeignet waren, entschied sich die Stadt Stuttgart für den Abbruch des Gebäudekomplexes und eine Aufwertung des Olga-Areals mithilfe einer kleinteiligen Entwicklung in Form von Blockrandbebauung sowie Frei- und Grünflächen. In diesem Sinne wurde das Areal parzelliert und an Baugemeinschaften sowie öffentliche und private Bauherren veräußert. In diesem Rahmen entstanden zwischen 2016 und 2019 rund 220 Wohnungen, eine KITA, ein Familien- und Nachbarschaftszentrum, ein Spielplatz, vier Tiefgaragen und Gewerbeflächen.

© Oliver Rieger

Baufeld 4

An der Ecke Schloss- und Senefelderstraße entstand bis 2019 auf dem Baufeld 4 ein L-förmiges Wohn- und Geschäftsgebäude von Neugebauer + Rösch Architekten mit 50 Wohneinheiten, Gewerbeflächen im Erdgeschoss sowie einer Tiefgarage . Mit ihrem gemeinsamen Konzept „Drei Häuer“ überzeugten das Planungsbüro und ein lokaler Bauträger 2015 beim Investorenauswahlverfahren. Das städtische Programm „Preiswertes Wohneigentum“ förderte 11 der 50 Wohnungen. Ein Supermarkt sowie ein Spielplatz verwandeln den Komplex in einen zentralen Treffpunkt im Quartier. Architektonisch orientieren sich die drei Bauvolumen an der traditionellen Bauweise und dem „Stuttgarter Bauwich“. Getrennt werden die drei Gebäudeelemente durch eine gründerzeittypische Fuge. Räumlich zeichnen sich die Volumen durch flexible und dadurch nachhaltig nutzbare Wohnungsgrundrisse aus. Die Fassaden sind durch verschiedene Materialien sowie eingeschnittenen Fenstern und Loggien geprägt.

© Tomislav Vukosav

Nachhaltiges Design

Die integrierten Loggien dienen zum einen als Lärmschutz für die angrenzenden Aufenthaltsräume und zum anderen als Energiepuffer. Aufgrund des Oberflächen-Volumen-Verhältnisses schufen die Architekten die Grundvoraussetzung für ein energetisch optimiertes Gebäude. Fotovoltaikanlagen auf den Dächern und die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlagen ergänzen die nachhaltigen Eigenschaften des Komplexes. Die Realisierung der Wohnungen richtete sich nach dem KfW-Effizienzhaus 55-Standard und die Umsetzung der Gewerbeeinheiten nach der EnEV 2009. Des Weiteren versorgt ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk das Areal mit Wärme.

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