COBE REALISIERT MIT „KAREN BLIXENS PLATZ“ INNOVATIVEN URBANEN RAUM IN KOPENHAGEN

Mit dem Karen Blixens Platz hat das dänische Architekturbüro COBE, unter der Leitung von Dan Stubbergaard in Zusammenarbeit mit EKJ Consulting Engineers einem offenen urbanen Raum durch ein multifunktionales Designkonzept ein neues Gesicht verliehen.

„Insgesamt haben wir einen einzigartigen Raum geschaffen, der auf drei Hauptprinzipien basiert: Verbesserung der Verbindung zwischen Landschaft und Stadtraum, Integration optimaler Grünflächen mit großer Kapazität für Fahrradabstellplätze und Schaffung eines Raums, der gute soziale Treffpunkte und Lernumgebungen bietet.“, so Dan Stubbergaard, Gründer von COBE.

Platzkonzept

Das Design bildet eine natürliche Hügellandschaft nach. Die einzelnen Hügel brechen den weiten Raum in kleine Zonen auf und bieten multifunktionale Nutzungsmöglichkeiten, sowohl oberirdisch als auch unterirdisch. Zudem verbindet der Platz die Universität, deren drei Haupteingänge auf der Nordseite liegen mit dem urbanen öffentlichen Raum im Süden. Bei der Planung war den Architekten das grüne Profil des Projekts besonders wichtig. So werden durch ein spezielles Regenwasserauffangsystem die angelegten Grünanlagen bewässert und einzelne Feuchtbiotope gebildet. Diese fördern die Biodiversität, ermöglichen eine Verdunstung des Regenwassers und leiten Regen bei extremen Niederschlägen in den Kanal ab. Beim Bau wurde auf robustes, einfaches und langlebiges Material geachtet. Bei Beleuchtungs- und Einrichtungselementen wählten die Architekten wenige und wartungsarme Elemente, die einen nachhaltigen Stadtraum gewährleisten.

Fahrradabstellplatz

Rund 40% der Einwohner Kopenhagens pendeln täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Als weltweit führende Fahrradstadt, ist fehlender Abstellraum für diese nachhaltigen Verkehrsmittel in Zeiten der Klimakrise ein wichtiges Thema der Stadtentwicklung. Der bereits Ende August eröffnete Karen Blixens Platz bietet einen innovativen Ansatz zur Lösung dieser Problematik.

Als Abstellplätze konzipierten die Architekten drei so genannte Fahrradhügel. In Zusammenarbeit mit CN3 berechneten und erstellten die Konstrukteure von COBE und EKJ dazu Betonkuppelkonstruktionen. Sie bestehen aus einer Rohbaukonstruktion als tragender Struktur, sollten den Raum aber nicht erdrücken und verschließen. Vielmehr war eine luftige Konstruktion angestrebt, die im Design durch große, runde Öffnungen der Kuppeln realisiert wurde. Die 2.000 Stellplätze sind zu zweidritteln überdacht und innerhalb dieser offenen Hügelkonstruktionen untergebracht worden.

Outdoor Auditorium

Ein weiteres zentrales Element ist ein Outdoor Auditorium mit Platz für bis zu 1.000 Personen auf den künstlichen Hügeln. Die Hügelgipfel bieten neben Sitz- zusätzlich auch Stehplätze für Konzerte oder andere große öffentliche Veranstaltungen.

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© Rasmus Hjortshøj – COAST

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