BRÜSSEL: HENNING LARSEN BRINGT WOHNEN ZURÜCK INS ZENTRUM

© Henning Larsen Architects

Mit ihrem Konzept will das Kopenhagener Architekturbüro Henning Larsen das Potenzial des historischen Place de Brouckère im Zentrum der belgischen Hauptstadt ausschöpfen, indem sie die Vergangenheit einfangen und mit gegenwärtiger Architektur zusammenbringen. Hierfür interpretiert das Team die Architektur der Brüsseler Belle Epoque im zeitgenössischen Stil und Maßstab. Für die Umsetzung des Projekts arbeitet Henning Larsen mit dem ansässigen Studio a2rc und dem Entwickler Immobel Group & BPI Real Estate zusammen.

© Henning Larsen Architects

Lebensmittelpunkt Brüsseler Zentrum

Die Transformation soll, die einst im 20. Jahrhundert vom Boom des Automobilverkehrs und Großbauprojekte vertriebenen Bürger und Bürgerinnen von den Außenbezirken der Stadt wieder ins Zentrum zurückbringen. Mit Brouck’R führen die Architekten, die Bemühungen der Stadt fort und entwickeln den Platz wieder in einem attraktiven urbanen Raum. Der fertiggestellte Neubau verfügt über 182 Wohnungen, 129 Studierendenzimmer, ein Hotel mit 145 Zimmern und einer Bürofläche von 8.840 m2 sowie Einzelhandel auf 3.220 m2, welche die Gebäude ebenerdig verbinden. Gärten im Erdgeschoss des Wohngebäudes ergänzen die grüne Oase im zentralen Innenhof. Das grüne Konzept setzt sich schließlich an der zugewendeten südwestlichen Innenfassade in Form einer umfangreichen Begrünung fort.

© Henning Larsen Architects

Historische Fassaden

Die aus dem 19. Jahrhundert stammende Gebäudefront hin zum Place de Brouckère, bleibt bei Henning Larsens Entwurf erhalten und wird durch eine neue Gebäudekonstruktion ergänzt. Die restlichen Fassaden erhalten eine fortlaufende modulare Optik, die alle 18-20 Meter wechselt und dadurch die Laufgeschwindigkeit von Fußgängern aufgreift. Die oberen Etagen grenzen sich dank einer hellen und schmalen Fassadenverkleidung vom unteren Teil des Komplexes ab. Dadurch nimmt das Design auch eine optische Trennung zwischen Wohnen und den weiteren Nutzungskonzepten vor. Während sich die Ziegeloptik in den unteren Stockwerken ihrer architektonischen Umgebung anpasst, soll das wolkenähnliche Erscheinungsbild der obersten Etagen eine neue Sicht auf das urbane Leben werfen.

 

 

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