USA: GENOSSENSCHAFTLICHES WOHNEN IN „TRANSITIONAL VILLAGES“

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In rund 70 Prozent der USA können sich Durchschnittsverdiener kein Wohneigentum leisten. Eine problematische Entwicklung, der sich Geoship mit ihrem Genossenschaftskonzept „Transitional Village“ annimmt. Mit einem profit-for-all cooperative program will Geoship ein genossenschaftliches Wohnen in einer außerstädtischen Gemeinschaft aufbauen und in diesem Zuge verschiedene gesellschaftliche Diskurse aufgreifen wie Urbanität, Demokratie, Nachhaltigkeit, Traumata, Sucht und Obdachlosigkeit. Das „Transitional Village“ dient als Zuflucht aus dem hektischen Stadtleben und ermöglicht, sich wieder in Einklang mit der Natur zu bringen sowie Teil einer Gemeinschaft zu sein.

 

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Zukunftsfähige Architektur

Das Design der Wohneinheiten konzipiert geodätische Kuppeln (Domes), eine Bauweise, die vom American Institute of Architects als effizientester Weg zur Raumbildung bewertet wurde und mithilfe regenerativer Architektur realisiert werden. Mit jedem bis jedem dritten veräußerten Haus spendet Geoship ein Dome für ein „Transitional Village“ und schafft auf diesem Wege Wohnraum für Bedürftige. Bei dem Konzept kooperiert Geoship mit Zappos (einer Amazon Company), dem Buckminster Fuller Institute und dem City Repair Project an der Umsetzung dieser innovativen Form des genossenschaftlichen Wohnens zusammen. Eingereicht wurde das Projektvorhaben beim Clark County, Las Vegas, im Bundesstaat Nevada. 

Die Kuppeln bestehen aus stabilen kohlenstofffreier Keramik, um effizientes und ökologisches Wohnen zu ermöglichen. Chemisch gebundene Keramikverbundswerkstoffe bilden damit eine neue Art der Baumaterialien neben Holz, Metall, Beton und Kunststoffen. Biokeramische Bauplatten überzeugen durch hohe Qualität bei geringem Zeit- und Kostenaufwand und ermöglichen den Häusern eine Lebensdauer von 500 Jahren, die Integration in lokale Ökosysteme, eine Maximierung der Energieeffizienz und bringen gesundheitliche Vorteile mit sich – rundum bieten sie eine innovative Lösung für das hochbrisante Problem des bezahlbaren Wohnens. Hergestellt werden die Keramik-Fertigteile für die Domes in der Nähe der Dörfer.

 

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Transitional Village

Ihre Strategie kombiniert regenerative Architektur, Zusammenleben in einer Art Dorfgemeinschaft und ein neues Arbeits-Paradigma. Ihre „Transitional Villages“ verkörpern die Urban-Design-Prinzipien Kooperation, Gemeinschaft und Kreativität. Sie greifen damit ein altes Paradigma auf, dessen Basis eine starke und gesunde Beziehung zu uns selbst, unserer Gemeinschaft und der natürlichen Welt bildet. Angelehnt ist das Konzept am self-help village-building model des City Repair Project, das in den Konzepten partizipatorische Demokratie, Permakultur und Place-Making begründet liegt. Das Modell existiert mehr als 20 Jahre und hat sich als kosteneffizienteste Lösung für die Überwindung der Obdachlosigkeit bewährt.

Mit der Leitidee, dass positive Veränderungen von innen kommen, bezieht Geoship die (zukünftigen) Mitglieder bereits bei der Planung und dem Bau des Dorfes mit ein. Die Dörfer werden außerhalb der Städte anhand eines gemeinschaftszentrierten Designs gebaut mit je 40 bis 80 Bewohnern. Das Konzept ermöglicht flexible Wohnzeiträume in Form einer Übergangszeit bis hin zum dauerhaften Wohnsitz. Jedes der Dörfer wird mithilfe von externer Unterstützung von seinen Bewohnern selbst organisiert.

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