FRANKREICH: AB 2022 MÜSSEN ALLE NEUEN ÖFFENTLICHEN GEBÄUDE ZU MINDESTENS 50 PROZENT AUS HOLZ BESTEHEN 

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In Frankreich soll ab 2022 ein neues Nachhaltigkeitsgesetz gelten. Es soll beinhalten, dass alle künftig entstehenden öffentlichen Gebäude zu mindestens 50 Prozent aus Holz oder anderen natürlichen Materialien bestehen sollen. Dazu zählen Stoffe wie Stroh oder Hanf. Das Gesetz betrifft alle vom französischen Staat finanzierten Gebäude.

Die Pläne für das Gesetz wurden vor allem durch die 2024 in Paris stattfindenden Olympischen Spiele ins Leben gerufen. Man beschloss in diesem Zuge, dass alle Gebäude im Olympischen Dorf mit mehr als acht Stockwerken vollständig aus Holz gebaut werden müssen.

Ökologischer Fußabdruck durch Holzbauweise verringert

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Das brachte die Regierung auf den Gedanken: Wieso nicht in ganz Frankreich den Holzbau vorantreiben? Der CO2-Abdruck verringert sich durch den Baustoff enorm. Das neue Gesetz wird einen großen Beitrag zum Klimaaktionsplan vom Präsidenten Emmanuel Macron beitragen. Bis 2050 soll das Land komplett kohlenstofffrei sein. Schon 2009 wurden erstmals von der Regierung Pläne für nachhaltige Städte vorgestellt. Seitdem hat der Staat zahlreiche Projekte zur Realisierung dieser Pläne umgesetzt.

Neben dem neuen Gesetz werden außerdem 20 Millionen Euro für den Bau von 100 städtischen Farmen investiert. Das Ziel: Die Vororte des Landes begrünen. Diese Farmen sollen vor allem in Stadtvierteln entstehen, die besondere Maßnahmen benötigen, um verschiedenartige Problematiken aufzulösen. Neben der Begrünung sollen auch mehr Möglichkeiten zum Anbau lokaler Produkte geschaffen werden. Außerdem will man bestehende Areale um 90 neue „Öko-Viertel“ erweitern. 

Frankreich weit vorne mit Projekten gegen den Klimawandel

Der Masterplan der Architekten Populous für die Olympischen Spiele soll den Zielen der Stadt folgen und die bisher nachhaltigste Olympiade werden. Dazu werden eine Reihe bestehender Gebäude genutzt. Zudem werden einige der berühmtesten Attraktionen der Hauptstadt zu temporären Veranstaltungsorten.

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Die Pläne schließen sich an zahlreiche Initiativen der Stadtentwicklung gegen den Klimawandel an. Wir haben bereits von sogenannten „Stadt-Inseln“  und der weltweit größten urbanen Farm in Paris berichtet. Verschiedene Kunstaktionen und Transformationen von Stadtvierteln in Quartiere der Nachhaltigkeit wurden ebenfalls schon umgesetzt. Der französische Staat scheint im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern wirklich ernst zu meinen, was immer wieder auf den Weltklimagipfel vereinbart wird.

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