CHICAGO: MEHR ALS NUR EIN BAHNHOF

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Chicagos State/Lake Station ist eine der ältesten und aufgrund ihrer zentralen Innenstadtlage am stärksten frequentierten Haltestellen der Stadt. Direkt an einem wichtigen Knotenpunkt im Chicago Loop gelegen, bedient sie sechs der acht Zuglinien Chicagos, mit weiteren Verbindungen zu Fußgänger- und Buslinien – aus dem Alltag vieler Bewohner:innen ist diese Station nicht wegzudenken.

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Diese starke Nutzung geht natürlich nicht spurlos an dem Bauwerk vorbei – deshalb wurden SOM und TranSystems gemeinsam dazu beauftragt, die Station neuzugestalten. Im Fokus der Transformation steht eine verbesserte Zugänglichkeit, eine erhöhte Sicherheit sowie ein gesteigerter Komfort für alle Passagiere. Darüber hinaus legt das Team großen Wert darauf, das Gebäude auf eine Weise zu gestalten, die eine leichte und unaufdringliche Integration ins Stadtbild, umgeben von historischen und kulturellen Stätten, ermöglicht. Dazu integrieren sie die historischen Materialien des Bestandsgebäudes funktional in das neue Design. Pädagogische Elemente sorgen dafür, dass die Geschichte des Bahnhofs nicht in Vergessenheit gerät und zugleich für einen Blick Richtung Zukunft.

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Breitere Bahnsteige und gläserne Verbindungsbrücke

In Sachen Sicherheit schafft das Planungsteam breitere sowie sicherere Bahnsteige und zusätzliche Ausgänge. Ein geschwungenes Glasdach schützt die Menschen im Bahnhofsinneren vor Wind und Wetter – im Sommer spendet es Schatten, im Winter Schutz vor den rauen Winden Chicagos. Gleichzeitig lässt die gläserne Struktur immer auch genug Tageslicht in den Bahnhof.

Sowohl eine neue barrierefreie Verbindungsbrücke aus Glas und Metall als auch neue Aufzüge sorgen künftig für die Zugänglichkeit aller Passagiere zu den Plattformen sowie zur Straßenebene. Darüber hinaus wird auch der öffentliche Raum auf Straßenniveau aufgebessert. Dazu gehören bauliche Verbesserungen, um die unter der Station liegende Kreuzung zu öffnen sowie den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr entlang der State Street sicherer zu machen. Unter anderem zählen dazu Maßnahmen wie eine verbesserte Beleuchtung, breitere Straßenecken, sicherere und barrierefreie Fußgängerüberwege sowie erleichterte Verbindungen zu nahegelegenen Treffpunkten. „Neben der Zugänglichkeit zeigt dieses Projekt auch unser Engagement für die vollständige Wiederbelebung des Loop, der der wirtschaftliche Motor und das kulturelle Zentrum unserer großartigen Stadt ist“, erklärt Chicagos Bürgermeisterin Lori Lightfood.

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Design schafft Transparenz und Leichtigkeit

Insgesamt zeichnet die Struktur ein hohes Maß an Leichtigkeit und Transparenz aus – passend zum architektonischen Stadtbild Chicagos. Diese Durchlässigkeit ist nicht nur auf die Optik des Gebäudes beschränkt, sondern bezieht sich auch auf die strukturelle Effizienz des Designs, die einen erweiterten Blick auf angrenzende historische Gebäude wie das Chicago Theatre und weitere architektonische Wahrzeichen ermöglicht.

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„Die neue State/Lake-Station wird für Chicagoer:innen und Besucher:innen gleichermaßen ein Tor zur Innenstadt sein. Als eine der sichtbarsten Bahnstationen spiegelt das Design sowohl die Lage als auch die Bedürfnisse der Fahrgäste wider, mit einem hoch aufragenden Glasvordach, komfortablen Räumen für die Fahrgäste und einem vollständig integrierten, barrierefreien Design für Fahrgäste aller Mobilitätsstufen.“
– Scott Duncan, SOM Design Partner

Interdisziplinäre Zusammenarbeit macht außergewöhnliches Design möglich

Das Team arbeitete bei der Planung der Entwürfe eng mit der Stadt Chicago sowie dem Chicago Department of Transportation und der Chicago Transit Authority zusammen. Darüber hinaus lieferte dabei ein lokales Beraterteam Fachkenntnisse in den Bereichen Verkehr und Denkmalschutz, die ebenfalls in die Entwürfe einbezogen wurden. Zu guter Letzt durften auch Bürgerorganisationen und weitere Interessensgruppen Anregungen für die Gestaltung liefern – ein Bilderbuchprojekt im Bereich synergetischer Designprozess.

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