GRIEGERHARZER GESTALTET DAS STEINTOR IN HANNOVER

© GRIEGERHARZER Landschaftsarchitekten

Das Steintor in Hannover – ein Platz, der für die Bürgerinnen und Bürger schon immer als bedeutungsvoller Ort fungierte. Diese Identität behält er auch in Zukunft, erfährt jedoch eine Neugestaltung, die dieses stadtgesellschaftliche Erbe noch weiter herausarbeitet. Der Entwurf für den Platz an der Georgstraße stammt von GRIEGERHARZER Landschaftsarchitekten aus Berlin und überzeugte die Jury beim freiraumplanerischen Wettbewerb im letzten Jahr. Mit der Leitidee „Urbaner Lustplatz“ entwickelten sie eine neue Topografie für das 2 ha große Areal, die den bürgerlichen Charakter hervorheben soll.

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Statistische Lichtkunst als Leuchtturm

Der neue Platz ist als Ort für politisches, kulturelles und sportliches Engagement der Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner konzipiert. Das Steintor erhält im Rahmen des neuen Designs eine zentrale Freifläche in Form einer Manege, die dank einer Absenkung südlich und nördlich der Fläche beste Voraussetzungen für Zuschauertribünen erhält. An der „Goseriede“ auf Höhe der Straße „Lange Laube“ verbessert hingegen eine topografische Anhebung den Fußgänger- und Radverkehr von Ost nach West. Neue räumliche Strukturen fassen einzelne Abschnitte stärker ein und sorgen so für mehr Orientierung und Sicherheit. Eine rund 20 Meter hohe mit LED-Flächen und leuchtender Spitze ausgestattete Säule bildet den zentralen Blickfang des Platzes. Das erleuchtete Monument soll nicht nur den urbanen Raum mit Statistiken rund um die Hannoveraner erhellen, sondern gleichzeitig als identitätsstiftendes Symbol für die bürgerliche Teilhabe fungieren. Bei der inhaltlichen Entwicklung der Lichtsäule erhielten die Landschaftsarchitekten Unterstützung von der Künstlerin Ina Weise. Ein kleiner Skatepark im südlichen Bereich des Platzes, neue Spielelemente sowie das ansässige Gastronomie- und Gewerbeangebot bereichern den Raum zusätzlich.

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Bepflanzung und Wasserspiele

GRIEGERHARZER behalten das Konzept der bestehenden Baumreihen und dem Solitärgehölz bei und ergänzen diese in ihrer Bepflanzungsstrategie. Um an sonnigen Tagen Schatten zu gewährleisten, fiel die Wahl bei der Neubepflanzung auf schnell wachsende Zürgelbäume und Platanen, die gleichzeitig auch eine atmosphärische Stimmung erzeugen sollen. Die Freiflächen werden zukünftig nicht nur durch Veranstaltungen bespielt, sondern durch installierte Wasserspiele aufgewertet. Die Wasserelemente erwirken auch bei hohen Temperaturen dank einer Verdunstungsabkühlung einen angenehmen Aufenthalt. Ein neues Regen- und Bewässerungsmanagement sichert zusätzlich den Bestand der Vegetation. Die Neugestaltung des Steintors soll einen repräsentativen urbanen Raum für die Stadt schaffen, der gleichzeitig einen attraktiven Eingang zur Innenstadt bildet.

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