KÖLN-CHORWEILER: GARTENSTADT 2.0 VON ADEPT UND KARRES EN BRANDS

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Das neue Stadtentwicklungsprojekt von ADEPT in Kooperation mit KARRES EN BRANDS wird auf 80 Hektar Platz für 8.000 Einwohnende schaffen. WoodHood stellt einen alternativen Ansatz für die Zukunft der Stadtentwicklung dar, indem es die städtische Struktur mit einer fast dörflichen Umgebung in Einklang bringt. Die Architekten zeichnen mit ihrem Entwurf eine grüne, nachhaltige und kollektive Vision für den künftigen Städtebau. WoodHood will noch einen Schritt weiter gehen als sein Vorbild der Gartenstadt nach Ebenezer Howard und eine vollkommene Verbindung aus Landschaft und Stadtstruktur schaffen. Vor allem aber möchte es mehr sein, als eine bloße Erweiterung der bestehenden Stadt. „Der ausgewählte Entwurf entspricht unseren großen Ambitionen, denn wir wollen ein besonders innovatives, nachhaltiges und vielschichtiges Städtebau- und Freiraumkonzept auf den Weg bringen. Es soll seiner Lage in einem besonders hochwertigen Natur- und Landschaftraum Rechnung tragen und einen Zugewinn für diesen und die angrenzenden Stadtteile darstellen“, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker über den Gewinnerentwurf.

Bestehende Landschaft als wichtigste Inspirationsquelle

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Die größte Inspiration für diese Vision war für ADEPT die bestehende Landschaft vor Ort: Die Natur und ihre Pflanzenvielfalt, die Wälder, Bodengegebenheiten, das Wasser in der Umgebung. Neben dieser vielfältigen Landschaft gibt auch die lokale Siedlungsgeschichte die Struktur des Stadtviertels vor. Das Resultat sind fünf Abschnitte im Viertel, sogenannte Hoods, alle jeweils mit einem ganz anderen Charakter und einer unterschiedlichen Dichte. Die einen sind eher urban geprägt, die anderen durchlässiger bis hin zu naturverbunden. Der Fokus liegt insgesamt klar auf der Förderung der lokalen Gemeinschaft. Um dieses Ziel zu erreichen, sieht der Entwurf zahlreiche öffentliche Flächen zur kollektiven Nutzung vor, die eine hohe Nutzungsqualität aufweisen.

Nachhaltigkeit steht im Fokus

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Zu diesen öffentlichen Bereichen gehören auch offene Grünflächen, die in der historischen Landschaft zu finden sind. Sie schaffen ein komplexes Ökosystem, das zu einem erhöhten Klimaschutz inklusive Maßnahmen zur Wasserspeicherung sowie Mikroklima beiträgt.

Auch das Mobilitätsnetz ist geprägt durch den Aspekt Umweltfreundlichkeit: Es basiert auf einem System aus Fahrrad- und Fußgängerverkehr, wodurch eine leichte Fortbewegung zu Fuß oder via Rad durch das gesamte Viertel möglich ist. Darüber hinaus schafft es eine gute Anbindung an den angrenzenden Stadtteil Blumenberg. Die Zugänglichkeit für den motorisierten Verkehr wird ebenfalls gewährleistet, aber nicht bewusst gefördert. Insbesondere eine hohe urbane Qualität, Verbindungen zum restlichen Stadtgefüge und die Naturnähe kennzeichnen den Entwurf. Martin Laursen, Partner von ADEPT, erklärt: „Der gesamte Prozess zur Entwicklung des neuen Stadtteils in Köln-Kreuzfeld, WoodHood, wurde im Dialog mit zahlreichen lokalen Akteuren durchgeführt, um eine Verankerung des neuen Projekts in den Ort und in die Nachbarschaft zu gewährleisten. Es ist eine neue Art von Stadt, in der die kollektiven Gemeinschaften in enger Beziehung zur Natur stehen. Der Gesamtansatz geht über die Grenzen hinaus, um ein Pilotprojekt für zukünftige nachhaltige Stadtentwicklungen zu schaffen.“

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